Ich habe ein Tierbaby gefunden - was tun?

Was solltet ihr am besten tun, wenn ihr ein hilfloses Tierbaby findet? Wir erklären euch, wie ihr euch in so einer Situation am besten verhaltet
In diesem Artikel
Kleine Hasen
Kleine Kaninchen
Kleine Igel
Kleine Steinmarder

Kleine Tiere lösen in uns immer mütterliche Gefühle aus. Wir können da einfach nicht aus unserer Haut! Trotzdem ist es ganz wichtig, zu überprüfen, ob das kleine Tier auch wirklich unsere Hilfe braucht! Es kann nämlich gut sein, dass die Mama sich nur in der Nähe versteckt hat und darauf wartet, dass ihr euch verkrümmelt.

Nehmt also ein Tierbaby nur auf und fasst es an, wenn ihr wirklich sicher seid, dass es verlassen ist. Ihr solltet euch bewusst sein, dass es immer viel Arbeit und Verantwortung bedeutet, ein Tierbaby groß zu ziehen.

Grundsätzlich dürft ihr Tierbabys nicht einfach Kuhmilch als Muttermilchersatz geben. Davon werden sie krank. Für die erste Notversorgung nehmt lieber Fencheltee und lasst euch anschließend vom Tierarzt beraten.

Kleine Hasen

Hasenkinder sind Nestflüchtlinge. Dass heißt die Jungen sind schon ziemlich früh selbstständig unterwegs. Die Mutter kehrt aber immer wieder zu ihnen zurück, um sie zu säugen. Bis dahin ducken sich die Kleinen ins Gras und sehen auf jeden Fall sehr alleine aus. Das sind sie aber in den seltensten Fällen! Deswegen lasst die Tiere im Zweifel lieber da, wo sie sind. Anders sieht es aus, wenn eine Katze oder Hund ein Jungtier bringt, das womöglich sogar verletzt hat.

Mehr Informationen zur Hasen-Aufzucht findet ihr hier:

Kleine Kaninchen

Kaninchenkinder gehören zu den Tieren, die sehr oft von Hand aufgezogen werden müssen. Oft nehmen die Mütter ihren ersten Wurf nicht an. Deswegen bleibt nichts anderes, als Mutterersatz zu spielen.

Mehr Informationen zur Kaninchen-Aufzucht findet ihr hier:

Kleine Igel

Gerade im Herbst sind wieder viele Igel unterwegs. Einige von ihnen sind auch zu leicht, um den Winter unbeschadet überstehen zu können. Aber auch hier gilt: Nur wenige Igel brauchen wirklich unsere Hilfe. Man sollte nicht aus falsch verstandener Tierliebe jeden Igel aufsammeln, den man findet. Ihr solltet auch auf jeden Fall einen Tierarzt zu Rate ziehen. Der kann euch wertvolle Tipps geben und feststellen, ob euer Igel krank ist oder sonst medizinisch versorgt werden muss.

Anzeichen dafür, dass Igel Hilfe brauchen sind:

  • Verletzungen
  • Wenn die Tiere am helllichten Tag durch die Gegend schlurfen und sich bei Berührung nicht einrollen
  • Wenn die Tiere einen kranken Eindruck machen und sich nicht einrollen
  • Im Winter (ca. November bis März - je nach Lage und Temperaturen) Futter suchend umher laufen
  • im November weniger als ca. 600 - 700g wiegen
  • Jungtiere, die offensichtlich verwaist sind (bitte aufpassen und keine Jungtiere einsammeln, die noch eine Mutter haben!)

Mehr Informationen zur Igel-Aufzucht findet ihr hier:

Kleine Steinmarder

Steinmarder erkannt man an ihrem braunen Fell und dem weißen Kehlfleck, der sich zu den Vorderbeinen hin gabelt. Steinmarder ziehen ihre Jungen gerne in der Nähe von menschlichen Behausungen groß, oder sogar in den Häusern selbst Aber auch hier gilt: Nur weil ihr ein Nest findet, heißt es noch lange nicht, dass die Babys verwaist sind. Steinmarder sind Raubtiere. Sie lernen viel von ihrem Verhalten bei der Mutter. Steinmarderbabys sollten deswegen nur von Hand aufgezogen werden, wenn die Mutter tot ist, oder das Gebäude, in dem das Nest ist, abgerissen wird.

Mehr Informationen zur Steinmarder-Aufzucht findet ihr hier:

Weiter Infos zur Aufzucht von Siebenschläfern findet ihr hier:

Bilch, der Siebenschläfer
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