Tierspucke

Wie bei uns Menschen ist auch bei Tieren die Spucke dafür da, dass sie schlucken können. Die Nahrung wird durch die Spucke feucht gemacht. Außerdem wird das Essen schon mit der Spucke ein wenig verdaut. Aber manche Tiere nutzen ihre Spucke auch noch anders. HIer erfahrt ihr mehr darüber

Manche Tiere aber nutzen ihre Spucke auch noch anders:

Lamas zum Beispiel verwenden ihre Spucke auch als Waffe: Sind sie schlecht gelaunt oder haben vor etwas Angst, dann spucken sie einfach drauf los. Und das auch mit Erfolg, denn ihr Speichel riecht nicht nur richtig unangenehm, sondern brennt auch ganz heftig in den Augen.

Zecken dagegen nutzen ihren Speichel dafür, nicht bei ihren Angriffen ertappt zu werden. Zecken beißen sich mit ihren Mundwerkzeugen in ihren Opfern fest. Wenn die das aber bemerken würden, würde die Zecke schnell wieder abgezupft. Deshalb haben Zecken in ihrem Speichel ein Betäubungsmittel, das verhindert, dass der Gebissene etwas spürt. So kann die Zecke nun in Seelenruhe Blut abzapfen. Vampirfledermäuse stellen es übrigens genauso geschickt an. Sie betäuben die Wunde, damit sie unbemerkt Blut schlemmen können.

Seidenraupen benutzen ihre Spucke zum Hausbau: Sie weben aus dem Speichel, der bereits als Faden aus ihrem Mund kommt, ihre Kokons. Die Seidenfäden sind nur getrocknete Spuckefäden. Wir machen uns das zunutze und weben daraus Seidenstoffe. Wenn ihr als das nächste Mal etwas aus Seide tragt, denkt daran, dass eure Kleidung nur getrocknete Raupenspucke ist!

Kühe sind übrigens richtige Spuckeproduktionsmaschinen: Zwischen 80 und 100 Litern Spucke brauchen sie jeden Tag. Zum Vergleich: Wir Menschen benötigen einen halben bis ganzen Liter Spucke täglich. Kühe stellen so viel Spucke her, weil sie Wiederkäuer sind. Wenn sie Gras mampfen und schlucken, würgen sie es immer wieder hoch und speicheln es neu ein. Und dafür brauchen sie täglich eben fast eine Badewanne voll Spucke!

GEOlino-Newsletter