Hühner Die wahren Osterhelden

Sinnfigur von Ostern ist der Hase. Dabei tut der nicht viel mehr als bunte Eier zu verstecken. Hühner sind in Wahrheit die großen Helden des Osterfests: Ohne sie wäre der Hase arbeitslos. GEOlino schenkt dem unterschätzten Federtier Anerkennung
Die wahren Osterhelden

"Hühner sind besonders pfiffige und intelligente Tiere"

In Deutschland werden jährlich etwa 19 Milliarden Eier verbraucht. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jeder von uns 210 Eier im Jahr isst. Das sind ganz schön viele: Wir verwenden Eier aber ja auch in Lebensmitteln, kochen und backen mit ihnen. Eine Ernährung ohne sie können sich die meisten wahrscheinlich gar nicht vorstellen.

Vor allem an Ostern steigt der Verbrauch dann auch noch an: Von Gründonnerstag bis Ostermontag werden fast doppelt so viele Eier wie sonst gekauft. Dann braucht anscheinend wirklich jeder welche, ob zum Bemalen, Verstecken, Essen oder allem zusammen.

Wie selbstverständlich gehen wir in den Supermarkt, zum Bäcker oder Bauern und statten uns damit aus. Ganz schön einfach. Dahinter steckt aber eine ganze Menge Wissenswertes.

Das unterschätzte Huhn

Die wahren Osterhelden

Sie mögen Musik. Ganz besonders gern hören Hühner Popmusik

All die leckeren Eier verdanken wir natürlich den Hühnern. Leider sind das nur sehr selten glückliche Hühner und darüber wird inzwischen auch schon viel gesprochen. Wisst ihr eigentlich, dass ihr anhand der Nummer, die auf jedes Ei gedruckt ist, erkennen könnt, woher es kommt? Es gibt nämlich Eier aus Boden-, Freiland- und Biohaltung. Ein annähernd artgerechtes Leben können nur die Hühner leben, die auf Bio-Höfen leben, ihre Eier werden mit einer 0 gekennzeichnet. Hühner aus Bodenhaltung werden hingegen auf engstem Raum eingepfercht und leiden ihr Leben lang.

Wieso macht man das? Weil es sonst gar nicht möglich wäre, diese riesige Menge an Eiern herzustellen, die wir verdrücken. Wie es den Hühnern dabei geht, interessiert dabei leider nur wenige. Ulrike Müller-Kiefer, einer Tierschutzlehrerin der Organisation PETA, tut das im Herzen weh: "Hühner sind besonders pfiffige und intelligente Tiere", sagt sie und hat deshalb ein paar spannende Fakten über die Hühner gesammelt.

Die wahren Osterhelden

Für uns sehen sie alle gleich aus. Die Hühner untereinander erkennen sich aber wieder

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Hättet ihr’s gewusst?

Hühner sind so intelligent wie Hunde und Katzen. Hinter jedem einzelnen Huhn steckt eine eigene Persönlichkeit. Für uns Menschen unterscheiden sich die Tiere zwar äußerlich nicht besonders voneinander, Hühner untereinander können aber über 100 verschiedene Gesichter unterscheiden. So finden sie Freunde.

Gemeinsam hören sie auch gern Musik: Man konnte nämlich feststellen, dass die Federtiere sich ruhiger verhalten, wenn in ihrem Stall Musik läuft. Und wisst ihr was? Am liebsten hören sie Popmusik. Auch wenn die Menschen nicht immer nett zu ihnen sind, genießen Hühner die Gesellschaft. Manche sind ganz zutraulich und lassen sich gern streicheln, andere sind vorlaut und wieder andere schüchtern.

Am liebsten sind Hühner draußen im Freien. Dort nehmen sie mit Freude Staubbäder, dösen in den Bäumen und gackern einander mit mehr als 30 verschiedenen Lauten fröhlich zu. Hühner trauern auch, wenn Freunde oder Familienmitglieder sterben.

Außerdem betont Müller-Kiefer, dass Hühner außerordentlich schnell lernen. Sie schauen sich von Artgenossen etwas ab und sind so in der Lage, Hebel, Schalter und Türen zu betätigen. Schade, dass so viele gar nicht wissen, wie liebenswürdig Hühner eigentlich sind.

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