Tieren helfen - gewusst wie

Hände weg von Jungtieren: Gerade im Frühling kann es passieren, dass ihr in freier Nature allein gelassene Jungtiere entdeckt. Auch wenn es nahe liegt: Das Fundtier mit der Hand aufzupäppeln ist falsch

In Parkanlagen, auf Wiesen, am Strand, im Wald oder sogar im eigenen Garten: Überall wimmelt es momentan von Tierfamilien. Da kann es schon mal passieren, dass ein Jungtier von seiner Mutter verlassen wird oder es sich verlaufen hat. Findet ihr solch ein allein gelassenes Tier, möchtet ihr sicher direkt helfen. Viele Menschen handeln ohne nachzudenken, nehmen das Wildtier mit und päppeln es per Hand auf. Damit schaden sie dem Tier meistens aber mehr als sie helfen! In vielen Fällen verschlimmert eine solche Handlung die Situation des Tieres nämlich nur noch.

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Diese Eichhörnchen wissen sich am allerbesten selbst zu helfen. Falls nicht, gilt es Experten zu rufen

Du hast ein Jungtier gefunden - und nun?

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Bloß nicht mitnehmen! Viele Wildtiere brauchen die Hilfe des Menschen gar nicht

Erstmal tief durchatmen. Nimm ein wenig Abstand vom Jungen und beobachte, wie es sich verhält. Die Mutter ist oft nur einige Meter entfernt und hat das Junge im Blick. Wenn du dich also zu sehr näherst, verschreckst du sie. Einige Säugetiere wie Hasen und Rehkitze können sogar noch nach 48 Stunden vom Muttertier wiedergefunden werden. Hab Geduld. Nur wenn das Tier eindeutig nicht in der Lage ist, sich selbst zu helfen oder sogar verletzt ist, solltest du helfen. Frag einen Experten um Rat. Der Deutsche Tierschutzbund oder der örtliche Tierarzt weiß am allerbesten, was zu tun ist. Auch eine Auffangstation für verwaiste Wildtiere ist eine gute Lösung. Die Wildtierstation in Hamburg nimmt sich beispielsweise solcher Fälle an.

Aufpäppeln per Hand ist aber so gut wie nie notwendig!

Hilfe brauchen nur nackte Jungvögel. Sind sie aus dem Nest gefallen, solltest du sie vorsichtig wieder hinein setzen. Etwas ältere Vögel haben schon Gefieder und sind nicht mehr im Nest zu Hause. Da sie aber meist noch nicht fliegen können, müssen sie an einen sicheren, nahe gelegenen Ort gebracht werden - zum Beispiel in ein Gebüsch oder den Garten. Der Platz sollte dabei unbedingt in der Nähe des Fundorts sein, ansonsten verirren sie sich.

Für alle anderen Tiere gilt: Lass die Jungen erst versuchen, sich selbst zu helfen. Nur in dringenden Fällen ist die Hilfe des Menschen wirklich gefragt!

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Hier hilft ein Mitarbeiter der Wildtierstation Hamburg einem verletzten Vogel. Die Weihe ist aber bald wieder fit

Weitere Informationen findet ihr auch auf der Homepage des Tierschutzbundes: www.tierschutzbund.de oder unter www.wildtierstation-hamburg.de

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