Mattia, 12 Jahre

Bild der Zerstörung: Die eingestürzten Wände erinnern Mattia an den 24. August 2016. An diesem Tag erschütterte ein Erdbeben die Stadt Norcia in Mittelitalien. Das Zuhause des Zwölfjährigen liegt seitdem in Trümmern.

Angespannte Lage

Am 24. August 2016 lag der Mittelpunkt des Erdbebens, das sogenannte Epizentrum, nur zehn Kilometer von Norcia entfernt. Auf der Farbskala könnt ihr ablesen, wie stark die Erschütterungen in Italien zu spüren waren – von einem leichten Zittern (blau) bis zu heftigen Erdstößen (orangefarben). Trotzdem war das Beben in Norcia mit einer Stärke von 6,2 noch rund 90.000 Mal schwächer als das schwerste je gemessene Erdbeben der Stärke 9,5.

Norcia nach dem Beben

Das Erdbeben am 30. Oktober 2016 verursacht in der italienischen Stadt Norcia große Schäden. Nur wenige Gebäude stehen danach noch.

Die Klosterkirche

Ein Gerüst stützt die Reste der berühmten Klosterkirche. Damit der Turm daneben nicht einstürzt, wurde eine schwere Glocke entfernt.

Unterkunft und Spielplatz

Nach den schweren Erdbeben ist eine kleine Zeltstadt, später ein enger Wohncontainer, wenige Kilometer vor Norcia für Mattia Zuhause und Spielplatz zugleich.

Essensausgabe

Alle Bewohner des Notlagers werden von Soldaten in einer Kantine verpflegt. Auch Mattia und seine Familie stellen sich zweimal täglich an der Essensausgabe an.

Die neue Schule

Auf zum Unterricht! Weil Mattias Schule bei dem Erdbeben zerstört wurde, konnte er drei Monate lang kaum lernen. Nun haben Helfer eine Ersatzschule aus fertigen Bauteilen errichtet. Vielleicht kann Mattia hier neue Freunde finden. Aus seiner alten Klasse sind nämlich nur acht Kinder in Norcia geblieben.

Raum für fünf

Von der Notunterkunft zieht Mattia mit seiner Familie später in einen engen Wohncontainer. Seine Hausaufgaben erledigt der Zwölfjährige dort eingezwängt zwischen Sofa und Spüle.

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