Gänseküken sind nicht nur besonders putzig und kuschelig, sie sind auch ein Spezialfall in Sachen Mutter-Kind-Beziehung. Sie wissen nach dem Schlüpfen nämlich nicht, wer ihre Mutter ist und nähern sich dem ersten Gegenstand oder Wesen an, das sich bewegt und Laute von sich gibt. Normalerweise ist das die Mutter, es kann aber auch mal ein Fußball oder eine Holzkiste sein.

Affen sind die nächsten Verwandten des Menschen und uns daher in vielem sehr ähnlich. So pflegen und hegen sie auch ihre Kinder: Die Mutterliebe hält ein Leben lang und kann sogar so weit reichen, dass Affendamen fremde Kinder adoptieren, um sie zu schützen. Sie trennen sich erst, wenn garantiert ist, dass das Affenkind allein überleben kann

Es gibt in Afrika und Asien zwölf verschiedene Antilopenarten. Ihr Wesen ist immer gleich: Die Huftiere sind schreckhaft und ängstlich im Umgang mit Menschen, aber beeindruckend liebevolle und treue Mütter. In ihrer Horde kümmern sich alle weiblichen Antilopen rührend auch um den Nachwuchs der anderen und beschützen sie gemeinschaftlich vor gefährlichen Raubtieren - wie eine große Familie

Hühner werden unterschätzt: Die gackerfreudigen Federtiere pflegen die gelegten Eier fürsorglich und wärmen sie stundenlang. Ist das Küken dann geschlüpft, folgt es der Mutter auf Schritt und Tritt

Die Könige der Arktis sind vom Aussterben bedroht und haben dadurch eine ganz besondere Erwähnung verdient. Durch die Auswirkungen des Klimawandels haben es die Eisbärenmütter besonders schwer ihre Jungen durchzubringen. Eisbärenfamilien sind oft stundenlang beim Kuscheln oder Spielen zu beobachten

Schafe sind dem Menschen sehr ähnlich. Sie besitzen ein komplexes Denkvermögen und bauen liebend gern soziale Kontakte auf. Ihre Lämmer pflegen und hüten sie so lange es nur geht. Die Jungen verfolgen ihre Mütter deshalb auf Schritt und Tritt, sodass es schon mal passieren kann, dass richtige Panik aufkommt, wenn die Mutter ihr Kind nicht finden kann ...

... Sie werden bis zu zwanzig Jahre alt. Bis dahin gebähren sie im Durchschnitt zwei Lämmer im Jahr. Das ist ganz schön viel. Dennoch sind die Schafe intelligent genug, sich bis zu 50 Artgenossen anhand des Gesichts merken zu können. Neben den "Freundinnen" in der Horde konzentrieren sie sich aber ausschließlich auf ihre kuscheligen Lämmer

Die Könige der Savanne - Löwen - haben es trotz ihrer Stärke nicht immer leicht. Üblich ist bei den Raubkatzen nämlich, dass die Weibchen jagen und die Familie versorgen. Sie müssen ihre Jungen dann oft stundenlang allein lassen und Gefahren aussetzen. Einfühlsame Momente gleichen das wieder aus: Manchmal sind Löwenmutter und Junges stundenlang mit Kuscheln und Umhertollen beschäftigt

Bei den Pferden trügt der Schein: Auch wenn sie oft in Gruppen auftreten, sind sie Einzelgänger und schließen nur selten lebenslange Freundschaften mit Artgenossen. Nur ihre Jungtiere sind ihnen nahe, denn diese pflegen sie bis ins zweite Lebensjahr. Dann gründet das Kleine meist selbst eine "Familie"

Erwachsene Rehe sind sehr heimisch. Sie halten sich am liebsten in ihrem gewohnten Gebiet auf, in dem sie sich auskennen und auf Gefahren reagieren können. Ihre Kitze umsorgen sie liebevoll. Vor allem im Mai und Juni geboren, bleiben sie bis zu einem Monat zunächst ruhig und versteckt im Dickicht liegen. Die Ricke, wie die Mutter auch genannt wird, versorgt ihr Kitz in der Zeit mit Gras und Milch. Ist das Junge allein, hält es durch Laute stets Kontakt mit seiner Mutter. Nach circa einem Jahr trennen die beiden sich

Ob es nun der Blick mit den großen Teddyaugen oder die Tollpatschigkeit bei den ersten Gehversuchen ist, die es bewirkt: Tierkinder zaubern jedem Menschen ein Lächeln auf die Lippen. Dabei haben es einige der Jungen in freier Wildbahn gar nicht so leicht: Ihre Mütter kämpfen täglich um ihr eigenes Überleben und müssen zudem auch noch ihre Jungen beschützen.

So lange sie mit ihren Kindern aber zusammen sind, füttern, schützen, wärmen, säugen und kümmern sie sich rührend um ihren Nachwuchs. Aber seht doch einfach selbst:

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