Artenvielfalt vor der Haustür

Um ungewöhnliche Tier- und Pflanzenarten zu entdecken, muss man keinen Ozean überqueren. Beim GEO-Tag der Artenvielfalt in Tirol und Südtirol waren große und kleine Artenjäger, Profis und interessierte Laien auf der Pirsch

Es ist kurz nach halb neun Uhr am Morgen. Nach der verregneten Nacht ziehen noch Nebelschwaden um das Naturschutzgebiet "Rosengarten" in der Nähe von Innsbruck. 16 VolksschülerInnen aus Patsch und 13 HauptschülerInnen aus Hötting/Innsbruck sind aber bereits voller Forscherdrang, um an diesem besonderen Samstag-Vormittag - dem GEO-Tag der Artenvielfalt - den Tieren und Pflanzen vor ihrer Haustüre auf die Spur zu kommen.

Aufregendes NaturerlebnisEinige BiologInnen des Vereins natopia haben dazu ein spezielles Naturerlebnisprogramm vorbereitet. "Wanted!" - heißt es gleich zu Beginn an der Waldstation. Auf einer Schnur sind die Steckbriefe von Bäumen und Sträuchern befestigt. Peter und Andreas sind die ersten, die einen "Verdächtigen" - die Zitterpappel - mittels eines blauen Fähnchens "verhaften" Mehr als 15 verschiedene Baum- und Straucharten werden in Kürze von den Kindern selbst gefunden.

Unterwegs mit Becherlupe

Doch für die jungen Forscher bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Verena von natopia hat schon ein Waldmemory vorbereitet. Hanna findet als einzige alle gesuchten Waldteile, ob Moose, Schneckenhäuser oder Fichtenzapfen. Melanie von natopia weiß zu jedem Fundstück eine spannende Geschichte zu erzählen. Nach dem "Tarnpfad" schwärmen die Kinder noch mit Becherlupen und Käscher aus, um verschiedenste Insekten zu fangen und mit Hilfe von Wolfgang (natopia) zu bestimmen.

Erfolgreiche Entdecker

"Hey - schaut mal, was der da macht!" - ruft Georg. Er sieht Säugetierexperte Toni Vorauer, der gerade seine Fallen überprüft. Alle Kinder laufen zu Toni und seiner gefangenen Rötelmaus und sehen wie sie dann wieder unbeschwert davonhüpft. Wie im Flug ist die Zeit vergangen und kurz vor Mittag können die jungen NaturforscherInnen stolze Bilanz ziehen: 66 Tiere-und Pflanzen haben sie selbst gefunden!

GEOlino-Newsletter