Einfach unzertrennlich

Der Film "Zwei Brüder" erzählt die rührende Geschichte von zwei Tigergeschwistern, die nichts auseinander bringen kann. Wir berichten euch, worum es geht in dem Film geht
In diesem Artikel
Der Film
Die Schauspieler

Der Film

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Unsere Tigerfamilie führt in einer zugewachsenen Ruinenstadt im Dschungel ein friedliches Leben

Endlich ist der lang erwartete Tigerfilm "Zwei Brüder" in den deutschen Kinos angelaufen. Die Handlung entführt den Zuschauer ins ferne Südostasien. In den 1920er Jahren wachsen die knuddeligen Tigerbabys Kumal und Sangha im indochinesischen Dschungel auf. Kumal ist der Mutigere der beiden und scheut kein Abenteuer. Sangha ist eher schüchtern und verspielt.

Schmerzliche Trennung

Doch bald wird die Harmonie, in der die kleinen Tiger mit ihren Eltern leben, von Menschen zerstört. Die Tigerjungen geraten in Gefangenschaft und werden getrennt. Kumal wird an einen Zirkus verkauft. Sangha hat das Glück, an Raoul, den Sohn des Gouverneurs, zu geraten. Der nimmt Sangha bei sich auf und die beiden werden Spielkameraden. Doch die beiden Tigerbrüder sollen sich nochmal wieder sehen. Und bei dieser Begegnung stehen sie sich als Feinde in einer Arena gegenüber. Mehr zum Film verraten wir hier aber nicht.

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Bruderkampf vor der johlenden Menge

Die Schauspieler

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So klein mussten die Tigerdarsteller am Anfang der Dreharbeiten sein

Der Regisseur des Films, der Franzose Jean-Jaques Annaud, hat mit Tieren als Hauptdarstellern schon Erfahrungen. In seinem Film "Der Bär" spielte ein Bärenjunges die Hauptrolle. Bei seinem neuesten Film machten 30 Tiger bei den Dreharbeiten mit. 18 davon waren noch Babys. Kumal und Sangha werden nämlich nicht allein von zwei Tigerdarstellern gespielt, sondern von ganz vielen. Problematisch war, dass die jungen Tiger am Set viel zu schnell groß wurden und dann durch neue Babys abgelöst werden mussten.

Tiger in Gefahr!

Während es vor 100 Jahren noch etwa 100 000 Tiger auf diesem Planeten gab, leben heute nur noch 5 000 bis 7 000 Tiere in den Wäldern Russlands, Indiens und Indonesiens. Schuld an diesem Schwund ist der Mensch. Durch die Abholzung der Wälder verliert der Tiger seinen natürlichen Lebensraum. Die Tigerjagd ist ein weiteres Problem. In der traditionellen asiatischen Medizin werden bestimmten Teilen der Raubkatze große Heilkräfte zugeschrieben. Deswegen sind manche Menschen dazu bereit, viel Geld für ein paar Tigerzähne zu bezahlen.

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Diese zwei Tiger ahnen nicht, dass es von ihrer Art nur noch wenige gibt 

Kampf ums Überleben

Drei Unterarten des Tigers, der Bali-, Java- und der Kaspische Tiger, sind im 20. Jahrhundert ausgestorben. Jetzt geht es dem Sumatra-Tiger ans Fell. In den Regenwäldern der indonesischen Insel leben nur noch ca. 400 bis 500 Exemplare. Jedes Jahr werden rund 50 Sumatra-Tiger von Wilderern erlegt. Wenn jetzt nichts passiert, haben wir es bald geschafft, eine weitere Tierart für immer ausgerottet zu haben.

Weitere Informationen gibt es hier:

Die offizielle Seite des Films
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