Kummer mit dem Schulzeugnis?

Was tun, wenn die Noten auf dem Zeugnis nicht den Erwartungen entsprechen? Nicht den Kopf hängen lassen und das Beste daraus machen! Wir sagen euch, wie's geht
In diesem Artikel
Berühmte Sitzenbleiber

In den nächsten Wochen heißt es für euch: endlich Sommerferien! Viele von euch freuen sich seit Monaten auf die Belohnung nach dem langen Schuljahr. Doch für einige Schüler bringt der letzte Schultag auch Bauchschmerzen, denn es gibt Zeugnisse. Wenn es schlechte Noten auf dem Blatt gibt, wächst die Angst. Wie reagieren die Eltern auf die Fünf in Mathe? Vielleicht gibt es sogar noch schlimmere Neuigkeiten: Denn wenn sich auf dem Zeugnis Fünfen oder Sechsen türmen, ist eine Ehrenrunde nicht zu vermeiden.

Wenn Schüler mit schlechten Noten nach Hause kommen, sind die Eltern oft traurig, weil das Zeugnis nicht ihren Erwartungen entspricht. Manchmal erfahren sie erst dann, wie es um die schulischen Leistungen ihrer Kinder tatsächlich steht. Hin und wieder kann es sogar sein, dass sie ihrer Wut Luft machen. Manchmal fließen auch Tränen.

Ein offenes Gespräch hilft

Auch wenn ihr dann ein mulmiges Gefühl habt, ein ehrliches Gespräch mit den Eltern ist unausweichlich. Vielleicht gibt es einen klaren Grund für die schlechten Ergebnisse? Fällt euch das Lernen schwer? Gibt es Ärger mit Mitschülern oder einem bestimmten Lehrer? Vielleicht braucht ihr nur jemanden, der euch regelmäßig bei den Hausaufgaben hilft? In einem solchen Gespräch lässt sich die Ursache für den Misserfolg meistens finden. Wenn der Grund klar ist, werdet ihr sicher eine Lösung dafür finden.

Manchmal fällt es euch auch leichter, zunächst mit einem unbeteiligten Fremden zu sprechen. In diesem Fall könnt ihr euch an die Kinder- und Jugendtelefone wenden. Unter der bundesweit kostenfreien "Nummer gegen Kummer" 08 00/1 11 03 33 könnt ihr mit Menschen sprechen, die ein offenes Ohr für eure Sorgen haben.

Berühmte Sitzenbleiber

Sitzenbleiben ist kein Hindernis für Erfolg im späteren Leben. Auch Einstein ist ohne Abschluss von der Schule gegangen. Superhirn und Entertainer Harald Schmidt hat die 12. Klasse wiederholt. Als Charlotte Grace Roche Stress zu Hause hatte, ist sie nicht mehr zur Schule gegangen. Das Resultat: Zweimal sitzen geblieben. Sie kam ohne Abi zum Fernsehsender VIVA Zwei. Jetzt ist Charlotte Deutschlands bekannteste Szene-Moderatorin.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ein schlechtes Zeugnis eine tolle Kariere garantiert. Es ist aber auch kein Grund zum Verzweifeln.

Eine neue Chance

Eine Ehrenrunde ist eine Erfahrung, die Schülern die Lust aufs Lernen raubt, glauben einige Erwachsene. Andere sagen, dass die Sitzenbleiber so sogar zu besseren Leistungen anspornt werden. Immerhin wiederholen sie den Lernstoff zum zweiten Mal und haben dadurch einen Vorteil gegenüber den neuen jüngeren Klassenkameraden. Da macht das Lernen wieder Spaß.

Also: Ist das Zeugnis nicht so gut ausgefallen, ist das kein Grund den Mut zu verlieren. Ihr habt die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Denn sicher ist auch: Ein guter Schulabschluss macht den Start ins Berufsleben um vieles einfacher.

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Eure Meinung: Weg mit den Noten?
Unter Eltern und Lehrern ist seit langem umstritten, ob man mit Zensuren, mit nichts als Zahlen also, Leistung wirklich fair bewerten kann. Viele schlagen deshalb vor, Noten abzuschaffen und stattdessen längere Beurteilungen zu schreiben. Was meint ihr? Möchtet ihr längere Beschreibungen eurer Stärken und Schwächen lesen? Oder haltet ihr das für Blabla und wollt lieber weiterhin Noten, die man gut vergleichen kann?

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