Buddha und Jesus

Sie haben viele tausend Kilometer auseinander gelebt – und zu ganz verschiedenen Zeiten. Aber trotzdem ähnelt das Leben von Buddha ganz verblüffend dem eines anderen Religionsstifters: Jesus von Nazareth. Der Überlieferung nach zogen beide als Wanderprediger umher, hatten Schüler und verkündeten eine friedliche Lehre.

Und das Leben beider wird von zahlreichen Wundern begleitet, die schon bei der Geburt beginnen: Maria und Maya, die Mütter, bringen ihre Söhne jungfräulich zur Welt. Bei Jesus leuchtet ein Stern hell am Himmel und weist den Heiligen Drei Königen den Weg zur Krippe, wo sie dem Kindlein Geschenke darbringen können. Auch bei Buddha erstrahlt der Himmel im Glanz zahlreicher Lichter. Und weise Männer sagen ihm eine große Zukunft voraus. Doch bei allen Ähnlichkeiten gibt es auch Unterschiede zwischen den Männern.

Jesus wandte sich vor allem an arme Menschen. Unter seinen Zuhörern waren Kranke und Huren und von ihren Mitbürgern gemiedene Verbrecher. Später breitete sich seine Lehre in Rom zuerst unter den Sklaven aus. Buddha hingegen, selbst ein Fürstensohn, lehrte meist bei den Reichen. So verwundert es nicht, dass der wichtigste Förderer des Buddhismus Ashoka war – ein König, der rund 250 Jahre vor Christus fast ganz Indien eroberte. Unter ihm entstanden Tausende heiliger Stätten, und seine Boten trugen die Lehre in die anderen Länder Asiens.

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