Der Achtfache Pfad

Christen haben von Gott zehn Gebote erhalten, Juden sogar 613. Auch Buddhisten müssen acht Regeln beachten, wenn sie Schritt für Schritt erlöst werden wollen. Buddha hat diese Schritte den Achtfachen Pfad genannt. Der erste Schritt ist das richtige Denken: Die Gläubigen müssen erkennen, dass sie ihr Schicksal durch gute Taten verbessern und durch böse Taten verschlechtern. Dabei ist schon, zweitens, die richtige Gesinnung wichtig: Menschen dürfen nicht gierig sein, andere Lebewesen hassen oder täuschen.

Stattdessen sollen sie gütig und milde sein – und recht reden, also nicht lügen. Das ist der dritte Schritt. Der vierte Schritt ist das richtige Handeln. Dies ist für Buddhisten friedlich: Töten und Stehlen sind schwere Sünden. Fünftens muss der Gläubige richtig leben. Dazu gehört auch der Beruf: Verwerflich sind alle Tätigkeiten, die Menschen schaden – etwa mit Waffen oder Alkohol zu handeln. Durch rechtes Streben, den sechsten Schritt, sollen die Menschen ihre bösen Gedanken bekämpfen und edle Gedanken in sich wecken.

Der siebte Schritt ist die rechte Achtsamkeit: Indem sie den Augenblick bewusst wahrnehmen, zum Beispiel einen Atemzug, können Buddhisten erkennen, wie vergänglich ihr Körper ist; das ist ein Weg, um Gier, Schmerz und Trübsal zu überwinden. Ganz wichtig ist für Buddha auch die Meditation. Das ist eine Übung, bei der Menschen still dasitzen und sich konzentrieren. Damit kann der achte Schritt gelingen, das rechte Sichversenken.

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