Fidschi-Tagebuch Teil 2: Einzug in die eigenen vier Wände

Kein Strom, kein fließendes Wasser, aber dafür gemütliches Miteinander am Abend bei Petroleumlampenschein - Finn und Luisa müssen sich an einige Veränderungen im neuen Heim gewöhnen. Auch an Duschen unter freien Himmel
Fidschi-Tagebuch Teil 2: Einzug in die eigenen vier Wände

Yaya und Finn beim Erweitern der Hütte

Finn erzählt:

An einem Freitag im April kam der entscheidende Tag. Da sind wir alle auf unser eigenes kleines Land gezogen. Papa und Yaya (sozusagen mein fidschianischer Onkel) haben in zwei Tagen ein kleines Haus gebaut, in dem wir so lange wohnen, bis das andere, größere, fertig ist. Erst einmal hatten wir gar nichts. Nur das Holz für das Haus war schon da. Luisa und ich schlafen auf einem Campingbett und Mama und Papa auf Isomatten, alle in einem Raum. Das Haus ist 3,60 Meter mal 3,60 Meter groß.

Fidschi-Tagebuch Teil 2: Einzug in die eigenen vier Wände

Das ist sie: unsere heimelige Hütte

Mama hat Wellblech für das Dach besorgt und einen kleinen Wassertank, damit wir uns waschen können und einen kleinen Gasherd, der an eine Gasflasche angeschlossen wird. Strom haben wir auch nicht und damit zum Beispiel auch keinen Kühlschrank. Jeden Abend zünden wir uns unsere Petroleumlampe an. Aber, weil wir ja vorher bei unseren fidschianischen Freunden gewohnt haben, sind wir so ein Leben ja schon gewöhnt.

Am Sonnabend haben wir dann eine Dusche gebaut. Dafür haben wir vier Stöcke in den Boden gesteckt und Rere, unsere Freundin aus Kiribati, hat uns für die Wände Palmwedel geflochten, die wir dann an die Stöcke gebunden haben. Wir holen das Wasser mit dem Eimer und schütten es uns über den Körper.

Auf unserem Land stehen viele Kokosnusspalmen, 6 Bananenstauden, Maniokpflanzen und sogar einen Zitronenbaum und natürlich noch viele andere Pflanzen.

Fidschi-Tagebuch Teil 2: Einzug in die eigenen vier Wände

So sieht es aus, wenn man in den Genuß einer Freiluftdusche kommt

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