Fidschi-Tagebuch Teil 4: Abenteuer Angeln

Finn und Luisa haben einen kleinen Bootsausflug gemacht. Dabei haben sie auch die Angeln über einem Riff ins Wasser gehalten. Spannend! Vor allem, wenn ein echter Hai anbeißt

Finn erzählt:

Um halb fünf Uhr nachmittags sind wir mit unserem Nachbarn George zum Fischen gegangen. Wir sind mit dem Boot losgefahren und haben uns einen Platz auf dem Unterwasserriff in der Nähe des Leuchtturmes gesucht. Um sechs wurde es dann dunkel. Man konnte die Seevögel hören und die Fische sprangen und schwammen um unser Boot.

Mama und Luisa haben Grundangeln gemacht. Das heißt, sie haben Fische in 60 Meter Tiefe geangelt. Am Ende der Leine, die auf ein Rad gewickelt wird, ist das Gewicht und drei Haken mit etwas Abstand. Als Köder haben wir Stücke vom Barracuda und Stücke vom Salala-Fisch genommen. Salala-Fisch ist so etwas wie eine Sardine. Mama hatte als erste einen Fisch an der Angel: einen kleinen Barracuda. Den haben wir dann auch als Köder benutzt.

Ich habe eine Drift (Treibangel) benutzt. Da ist die Leine nicht so lang und schwer. Man fischt an der Oberfläche und wartet auf Jagdfische, wie den Barracuda oder den Tunfisch. Man spürt zwischen den Fingern, wenn die Fische zupfen und ziehen. Um acht Uhr ging dann langsam der Mond auf und es wurde hektisch, denn Mama hatte einen riesigen, schweren Fisch an der Leine. Erst kurz vorm Rausziehen bemerkten wir, dass es ein Hai war.

Als die anderen versucht haben, den großen Hai rauszuziehen, merkte ich, dass meine Leine schwerer wurde. Da war ein Fisch dran. Keiner wollte mir helfen, weil alle mit dem Hai beschäftigt waren. Der Hai war ziemlich groß, aber wir haben ihn verloren, bevor wir ihn ins Boot holen konnten. Er hat die Haken, das Blei und die Leine abgebissen.

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Stolze Angler mit ihrer reichen Beute

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Diese Fische hat alle Luisa gefangen

Als der Hai weg war, konnten mir die anderen helfen, meinen Fisch rauszuziehen. Meine Leine war mit Mamas verwickelt und mein Fisch hatte schon Beißspuren von einem Hai. Trotzdem konnten wir den Fisch noch essen. Es war ein schöner mittelgroßer Red Snapper. Es wurde immer später und irgendwann haben Luisa und ich uns zum Schlafen hingelegt. Um zwei Uhr nachts bin ich dann von Geräuschen aufgewacht. Der Anker wurde gelichtet und alles zum Abfahren klar gemacht. Ich habe mich nach hinten gesetzt und durfte das Boot steuern. George hatte einen Tunfisch gefangen. Insgesamt haben wir 30 Fische gefangen: große und kleine. Um vier Uhr morgens sind wir erst zu Hause angekommen. Wir waren fast zwölf Stunden auf dem Wasser.

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Luisa und Finn sind Anfang des Jahres mit ihren Eltern nach Fidschi ausgewandert. Bei GEOlino.de berichten sie regelmäßig über ihre Erlebnisse. Hier im Forum könnt ihr ihnen auch selber Fragen stellen
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