Erste Hilfe für die Schule: Referate

Hilfe, ein Referat? Keine Panik! GEOlino.de verrät euch, wie ihr es schafft, einen guten Vortrag vorzubereiten – und ihn auch so vorzutragen, dass garantiert keiner dabei einschläft
In diesem Artikel
Die Vorbereitung: Gut geplant ist halb gewonnen
Richtig eingesetzt: Die Hilfsmittel
Während des Vortrags: Ruhe bewahren

Die Vorbereitung: Gut geplant ist halb gewonnen

Die Vorbereitung eures Vortrags ist entscheidend. Denkt immer an die goldene Regel: "Weniger ist mehr" und beschränkt euch auf die wichtigsten Fakten, die für euer Thema relevant sind. Dabei solltet ihr euch immer die Frage stellen: Wo ist mein roter Faden?

  1. Gründlich überlegen: Was will ich überhaupt erzählen, was ist mein roter Faden?
  2. Eine Gliederung machen und das Thema in thematische Blöcke unterteilen
  3. Auf das Wichtigste beschränken. Zu viele Details, Zahlen und Daten kann sich keiner merken
  4. Zur Auflockerung ein oder zwei kuriose Fakten zum Thema recherchieren – aber nicht übertreiben. Ihr sollt schließlich keine Clownshow abliefern.
  5. Einteilung des Referats: Einführung (10%), Hauptteil (90%) sowie Schluss mit Fazit und Ausblick (10%)
  6. Gegen Nervosität hilft es sehr, den Vortrag mehrfach zu üben. Also einfach euren Eltern, der besten Freundin oder dem Spiegelbild euer komplettes Referat vortragen - dabei werdet ihr automatisch sicherer

Richtig eingesetzt: Die Hilfsmittel

Damit der Vortrag für die Zuhörer interessant und nachvollziehbar wird, kann man eine Reihe von Hilfsmitteln einsetzen: Folien, eine Powerpointpräsentation und Handouts. Doch nur, weil man eine Powerpointpräsentation gebastelt hat, ist ein Vortrag nicht gleich gut. Auch hier gilt: Auf das Wesentliche beschränken und auf Schnickschnack verzichten.

  1. Karteikarten mit Stichpunkten können als Gedächtnisstütze dienen. Dabei ist es aber wichtig, dass ihr euch keine langen Sätze auf die Karteikarten schreibt. Besser sind kurze Stichpunkte und einige Verben, damit ihr flüssig sprechen könnt und nicht erst einmal minutenlang lesen müsst, was auf den Karten steht.
  2. Karteikarten sind besser als lose Blätter, die nur verknicken. Außerdem zittern vor Nervosität die Hände manchmal ein wenig, was bei dünnen Papierblättern viel stärker auffällt als bei Karteikarten aus Pappe.
  3. Vor dem Vortrag planen, welche Geräte man braucht (Beamer, Projektor, Video etc.)
  4. Solltet ihr Folien auf dem Overhead-Projektor oder einen Powerpoint-Präsentation verwenden, dann gilt: Folien lange genug liegen lassen und alle Grafiken erklären. Jede Folie sollte mindestens ein bis zwei Minuten liegen bleiben, bei einem zehnminütigen sollten etwa fünf Folien also ausreichen
  5. Die Folien nicht zu vollpacken. Folien vor allem für Bilder, Grafiken und Zitate verwenden und nur wenig Text auf die Folien schreiben. Sonst lesen die Zuhörer ununterbrochen die Folien und hören euch nicht zu
  6. Bei Powerpointpräsentationen: Keinen Schnickschnack einbauen. Überschriften, die ins Bild fliegen oder tanzen sind zwar ganz lustig, haben in der Schule aber nichts verloren und lenken nur ab
  7. Auf Folien sollte mindestens in Schriftgröße 18 geschrieben werden
  8. Verschiedene Farben dienen der Hervorhebung. Das Ganze aber nicht zu bunt machen
  9. Solltet ihr ein Handout bzw. Thesenpapier vorbereiten, dann achtet darauf, dass es nicht zu vollgestopft ist. Es sollte maximal ein bis zwei Seiten lang sein und nur Stichworte enthalten

Während des Vortrags: Ruhe bewahren

Während des Vortrags solltet ihr versuchen, euch nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Dann geht alles wie von selbst. Einige einfache Tricks können dabei helfen, die Nervosität zu vertreiben:

  1. Am Anfang: Erstmal warten, bis alle ruhig sind. Einen guten Einstieg kann man manchmal durch ein nettes Zitat oder einen interessanten Fakt schaffen, der signalisiert: Achtung, zuhören - hier kommt ein spannendes Thema!
  2. Laut und deutlich sprechen
  3. Nicht den Zuhörern den Rücken zukehren
  4. Immer wieder Blickkontakt mit guten Freunden aufnehmen – das ermutigt
  5. Im Falle eines Blackouts keine Panik bekommen. Ruhig bleiben, den Satz nochmal von vorne beginnen. Ihr könnt euch ruhig auch entschuldigen, aber nicht zu oft.
  6. Versucht, frei zu reden. Dabei helfen Karteikarten
  7. Hin und wieder den Blick über die Gruppe schweifen lassen und nicht zu lange auf den Boden, auf die Karteikarten oder an die Decke starren
  8. Denkt an die Übergänge. Wenn ein neues Thema beginnt, dann weist auch darauf hin
  9. Ganz wichtig: den Zeitrahmen einhalten! Dazu am besten zu Hause üben und dabei die Zeit stoppen
GEOlino-Newsletter