Ein Jahr im Ausland: Tipps und Infos

Ihr überlegt, für einige Monate oder ein Jahr ins Ausland zu gehen? Dann könnt ihr gar nicht früh genug anfangen, euch darüber schlau zu machen. GEOlino.de hat für euch einige hilfreiche Hinweise, Links und Literaturtipps zusammengetragen

Die Qual der Wahl

Die Wahl der passenden Austauschorganisation ist ein wichtiger Schritt. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen gemeinnützigen Anbietern und gewerblichen Anbietern. Beide haben Vor- und Nachteile: Bei den gemeinnützigen Anbietern ist die Nachfrage teils so hoch, dass viele Bewerber abgelehnt werden müssen. Bei den gewerblichen Anbietern sind die Chancen dafür größer, angenommen zu werden. Dabei steigt jedoch auch das Risiko, dass die Veranstalter mehr Austauschschüler annehmen, als sie eigentlich betreuen können. Die Preise unterscheiden sich je nach Zielland und Anbieter teils immens, deshalb ist es wichtig, Preise und Leistungen zu vergleichen. Bei den meisten Anbietern – außer beim Jugendaustausch von Rotary – sind solche Auslandsaufenthalte übrigens kein echter Austausch, da im Gegenzug niemand bei eurer Familie lebt, während ihr im Ausland seid.

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Fundiertes Wissen: Gewusst, wie

Grundsätzlich gilt: Zusätzlich zu den Internetseiten und Werbebroschüren der Veranstalter von Austauschprogrammen sollte man sich auch Bücher über das Thema zu Gemüte führen. Denn detaillierte Hintergrundinformationen, nützliche Tricks und auch kritische Stimmen über Schwierigkeiten und Probleme mit Auslandsaufenthalten findet ihr nur dort. Um sich direkt bei den Veranstaltern zu informieren oder persönlich Fragen zu stellen, bietet sich die Jugendbildungsmesse zum Schüleraustausch "JUBi" an, die jedes Jahr durch Deutschland tourt und in vielen Städten für einen Tag lang Station macht. Dort sind Ansprechpartner von vielen Austauschorganisationen vor Ort und stehen euch Rede und Antwort.

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Die Finanzierung

So ein Auslandsaufenthalt kann sehr teuer werden. Doch auch für die Finanzierung gibt es Hilfen: Stipendien und Auslands-BAföG.

Stipendien sind sehr begehrt und deshalb nicht ganz einfach zu bekommen. Das bekannteste ist wohl das PPP (Parlamentarisches Patenschafts-Programm), das vom Deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress finanziert wird und den Jugendaustausch mit den USA fördern soll. Hier muss man sich mit einer Vorlaufzeit von mehr als einem Jahr bewerben und ein langes Aufnahmeverfahren durchlaufen. Auch einige Austauschorganisationen wie Travelworks, YFU und AFS bieten Stipendien und Teilstipendien an.

Anrecht auf Ausland-BAföG haben außerdem alle Austauschschüler, deren Eltern eine gewisse Einkommensgrenze nicht überschreiten. Hierzu informiert ihr euch am besten direkt auf der Internetseite www.auslandsbafoeg.de.

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"Echter" Austausch mit Rotary

Eine weitere günstige Möglichkeit ist der Jugendaustausch beim Rotary Club. Er steht allen – nicht nur Clubmitgliedern – offen und ist ein "Austausch" im eigentlichen Sinne: Wenn ein Schüler über Rotary ins Ausland gehen möchte, verpflichtet sich seine Familie gleichzeitig, einen Austauschschüler bei sich aufzunehmen. Dafür sind die Kosten sehr gering, man muss nur für Flug, Versicherung und Visum aufkommen und zahlt keine Teilnahmegebühr.

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