Weltveränderer Audrey Hepburn

Audrey Hepburn ist die Stilikone der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Aber auch als große Wohltäterin ist sie heute noch unvergessen

Audrey Hepburn

  • Bürgerlicher Name: Audrey Kathleen Hepburn-Ruston
  • Lebensdaten: 4. Mai 1929 bis 20. Januar 1993
  • Nationalität: britisch
  • Zitat: "Ich liebe Menschen, die mich zum Lachen bringen. Ich glaube wirklich, dass Lachen meine liebste Beschäftigung ist. Es heilt jede Menge Krankheiten. Vielleicht ist es überhaupt das Wichtigste am Menschen."

Audrey Hepburn hat sich in den Fünfziger- und Sechzigerjahren einen Namen als Schauspielerin gemacht. Auch ihre Wohltaten als Sonderbotschafterin für die Organisation Unicef zeichneten sie aus.

Audrey Hepburn

Kleines schwarzes Kleid, roter Lippenstift, die übergroße Sonnenbrille und das Nickituch um den Hals: Audrey Hepburns Stil war einzigartig

Wie Audrey Hepburn lebte

Audrey Hepburn wurde am 4. Mai 1929 als Tochter des reichen Bankiers Joseph Victor Anthony Ruston und seiner Frau Ella Baroness van Heemstra geboren. Obwohl sie eine niederländische Mutter hatte und in Belgien zur Welt kam, war sie Britin.

Als Audrey sechs Jahre alt war, verließ der Vater die Familie. Die alleinerziehende Mutter Ella sowie Audreys zwei Halbbrüder zogen kurz danach aufgrund des beginnenden zweiten Weltkrieges in die Niederlande zu Audreys Großvater. Die britische Nationalität musste Audrey verheimlichen. Sie nannte sich deshalb Edda van Heemstra.

Edda, beziehungsweise Audrey, begann schon während dieser Zeit Ballettunterricht zu nehmen. Als im Winter 1944/45 der Krieg zu einer großen Hungersnot führte, geriet auch Audreys Familie in Gefahr. Da Unterernährung bei Kindern das Muskelwachstum stark beeinflusst, konnte Audrey nicht weiter ihrem Traum vom Tanzen nachgehen. Sie begann, sich für Filme zu begeistern.

Gemeinsam mit der ganzen Familie zog sie dafür nach Kriegsende 1945 in die heutige Hauptstadt der Niederlande, Amsterdam. Dort angekommen, bekam sie ihre erste kleine Rolle in einem Werbefilm. Zurück in England, entdeckte die junge und schöne Audrey das Modeln für sich.

Durch Zufall begegnete sie wenig später der Schriftstellerin Colette, die für ihr Stück "Gigi" eine Hauptdarstellerin suchte. Fortan spielte Audrey erfolgreich am Broadway, dem New Yorker Theaterviertel. Ab 1953 wurde sie zum Hollywoodstar. Die Menschen liebten sie vor allem für ihre großen Rehaugen und ihren ungewöhnlichen Modestil.

Ihr typisches Erscheinungsbild, geprägt von einem kleinen schwarzen Kleid, rotem Lippenstift, einer übergroßen Sonnenbrille, einem Nickituch um den Hals und flachen Ballerinaschuhen, beeinflusste damals viele Frauen. Und auch privat ging es bergauf: Nachdem sie zuvor drei Kinder noch während der Schwangerschaft verloren hatte, brachte sie 1960 ihren Sohn Sean zur Welt. Die Ehe mit ihrem Schauspielkollegen Mel Ferrer ging jedoch nur wenige Jahre später in die Brüche.

Schauspielerin
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Wie Audrey Hepburn die Welt veränderte

Nach weiteren Erfolgsfilmen wie "Frühstück bei Tiffany" und "My Fair Lady" - noch heute wahre Filmklassiker - zog sie sich von der Bühne zurück. Audrey, die mittlerweile Mitte vierzig war, widmete sich vermehrt wohltätigen Aktionen.

So reiste sie zum Beispiel mit ihrem neuen Lebenspartner Robert Wolders um die Welt, um für Projekte des Kinderhilfswerks Unicef einzutreten. Sie besuchte Katastrophen- und Hungergebiete und betrieb viel Öffentlichkeitsarbeit für notleidende Menschen. 1988 wurde sie deshalb auch zur Sonderbotschafterin des Kinderhilfswerks ernannt.

Im Jahr 1992 erkrankte sie an schwerem Darmkrebs und musste ihre Wohltätigkeit ruhen lassen. In einem ihrer letzten Auftritte sagte sie: "Denke daran, wann immer du eine helfende Hand brauchst: sie ist an dem Ende deines Armes. Und wenn du älter wirst, denke daran, dass du auch eine zweite Hand hast: die eine, um dir zu helfen, die andere, um anderen zu helfen."

Audrey Hepburn verstarb am 20. Januar 1993 an den Folgen ihrer Krankheit. Die Filmlegende und Stilikone war zu Lebzeiten fünfmal für einen Oscar nominiert und gewann auch zwei davon: einen 1953 für ihre Filmrolle in "Ein Herz und eine Krone" und einen Ehrenoscar für ihre besonderen Dienste für Kinder und arme Menschen, der ihr postum, also nach ihrem Tod, 1993 verliehen wurde.

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