Kultur Geldnamen rund um die Welt

In Deutschland zahlt man mit Zaster, Kröten oder Piepen. Welche Spitznamen hat Geld in anderen Ländern? GEOlino verrät es euch
In diesem Artikel
Amerika
Europa
Afrika, Asien und Australien
Asien

Über Geld spricht man nicht? Offenbar doch! Für kaum etwas anderes gibt es so viele verschiedene Wörter: Kohle, Kröten, Mäuse, Asche, Moos, Zaster, Knaster, Ocken, Piepen, Schleifen - allein im Deutschen kommt man auf Dutzende Synonyme, also Wortentsprechungen. Warum? Weil Geld fast jeden angeht, in aller Munde ist und genau darum so viele verschiedene Bezeichnungen bekommen hat. Doch wie ist das in anderen Ländern? Heißt es da auch beim Überfall: "Rück die Kohle raus!"? Hat man da Kröten in der Tasche?

Wir haben die Weltkarte von links nach rechts abgesucht und die lustigsten Begriffe für euch hier gesammelt. Ganz links auf der Weltkarte liegt? Richtig, Amerika! Hier startet unsere Reise rund ums Geld.

Amerika

Geldnamen rund um die Welt

Ein "teures" Fell: So nennen die Nordamerikaner Geld

Kuba: Verschlungene Angelegenheit: Guaniquiqui ("gwanikiki") nennen die Kubaner ihr Geld nach einer Schlingpflanze, schließlich können auch Münzen und Scheinen die Menschen ganz schön umgarnen.

USA: In den Vereinigten Staaten von Amerika hat man am besten "bucks" in der Tasche, verkürzt für "buckskin", aus dem Englischen übersetzt: Wildfelle. Denn die galten in den Anfangsjahren der USA als Ersatzwährung.

Mexiko: Wolle wärmt und macht das Leben angenehm. Nachvollziehbar, dass die Mexikaner ihr Geld so umschreiben: "lana".

Auf den nächsten findet ihr die lustigsten Wörter für Geld in Europa, Afrika, Asien und Australien. Neugierig? Na dann los!

Europa

Frankreich: In Frankreich wird Geld auch Getreide ("blé") genannt. Denn das war und ist überlebenswichtig. Gut also, wer Getreide im Bauch und in der Geldbörse hat.

Schweiz: Ameisen sind in Schweizer Haushalten sehr erwünscht. Denn so werden dort Banknoten genannt - nach den alten 1000-Franken- Scheinen, auf denen eine Ameise abgebildet war.

Deutschland: Was für ein Quak! Die deutsche Geld-Bezeichnung "Kröten" leitet sich nicht vom Froschlurch, sondern dem niederländischen Wort für Groschen - "groten" - ab.

Geldnamen rund um die Welt

Jeder Deutsche hat "Kröten" in seiner Geldtasche

Tschechien: Das liebe Geld ist manchmal ziemlich schnell weg, zerfällt wie zu Staub - und wird in Tschechien darum genau so genannt: "prachy".

Niederlande: Tientjes sind in in den Niederlanden keine Mädchen, sondern Zehn-Cent-Stücke. "Tien" heißt im Niederländischen zehn.

Österreich: Wer in Österreich eine oder mehrere "Maries" besitzt, ist reich. Einst wurden die Silbermünzen mit dem Antlitz von Kaiserin Maria-Theresia so genannt, heute tragen Euro-Münzen diesen Namen.

Geldnamen rund um die Welt

"Marie"-Theresia zierte die österreichischen Münzen

Griechenland: "Petzetakia" - übersetzt: Servietten– sind in Griechenland bei Tisch und in der Hosentasche gern gesehen. Denn sie stehen auch für große Scheine.

In Deutschland, aber auch in Frankreich und Spanien hat man "Moneten" in der Tasche. Die Bezeichnung geht zurück auf die römische Staatsgöttin Juno Moneta ("die Mahnende"). In unmittelbarer Nähe ihres Tempels errichteten die Römer die erste Münzstätte. So lag es nahe, das darin hergestellte Geld als "Moneta" zu bezeichnen.

Afrika, Asien und Australien

Ägypten: Rück die Hasen raus - wird wohl ein ägyptischer Räuber sagen. Eine Million-Pfund-Scheine werden in Ägypten "Hasen" genannt, weil die Tiere seit jeher als Zeichen für Glück gelten.

Ruanda: Wer in Ruanda Pflaumen hat, hat gut lachen. Der größte Schein in Ruanda - die 5000-Francs-Note - leuchtet nämlich pflaumenrot und ist darum nach der Frucht benannt. Ansonsten redet man auch von "bitshekesa" – "etwas, das einen zum Lachen bringt".

Mosambik: Die Mosambikaner nennen ihre Scheine und Münzen voller Hoffnung "Teig". Auf dass sich die "massa" vermehrt.

Geldnamen rund um die Welt

Wer in Ruanda Geld hat, hat gut lachen

Asien

Geldnamen rund um die Welt

Im Irak trägt man gerne bündelweise "Blätter" mit sich rum

Jordanien: Der Jordanier besitzt gern Ägypter ("masari") - womit er allerdings keine Sklaven, sondern seine Scheine meint. Die Ägypter, die einst ins Land kamen, hatten nämlich meistens viel Geld.

China: Ist der Reis knapp, wird es eng - so oder so. Denn in China bezeichnet man nicht nur das Hauptnahrungsmittel, sondern auch Geld als "Reis" ("mi").

Irak: Im Irak werden die Banknoten ihrer Form wegen schlicht "Blätter" ("waraq") genannt, die man gern in großen Bündeln herumträgt.

Australien

Sie leuchten rot und gelb und grün! Die australischen Dollar-Scheine werden wegen ihrer Farben auch als "Hummer" ("lobster", 20 Dollar), "Ananas" ("pineapple", 50 Dollar) oder Grashüpfer ("grasshopper", 100 Dollar) bezeichnet.

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