GEOlino-Leseraktion Die Spielplatzpaten

Jan packt an: Als Spielplatzpate kämpft der Zehnjährige in Warnweste, mit Müllzange und einigen Mitschülern für saubere Spielplätze in seiner Heimatstadt Mettmann. GEOlino erzählt er von seinem Einsatz
Spielplatz Paten

Ihm stinkt’s, wenn Spielplätze verdreckt sind! Mit seinen Kollegen und einer Müllzange räumt der zehnjährige Jan auf

Als Spielplatzpate habe ich viel Verantwortung: Ich halte die Spielplätze sauber, gucke, dass kein Müll oder Hundekot herumliegt, dass die Spielgeräte funktionieren, und hänge Warnschilder auf, wenn am Spielplatz etwas repariert werden muss.

Ich wurde in der Schule von meinen Mitschülern zum Spielplatzpaten gewählt und kümmere mich seither in der großen Pause um den Schulspielplatz und die Wiese dort. Wenn die Wiese nass ist, darf zum Beispiel keiner drauf, weil sie zu schlammig und zu rutschig ist, und diese Regel setze ich durch.

Auch in meiner Freizeit gucke ich, dass auf den Spielplätzen in unserer Stadt kein Müll rumliegt und nichts kaputt ist. Wenn ich doch etwas entdecke, sage ich das meiner Mutter, und die gibt es weiter an die Stadt.

Spielplatzpaten

An Jans Schule gibt es in jeder vierten Klasse zwei Spielplatzpaten. Der Jahresplan regelt, welche Klasse wann mit der Arbeit dran ist

Meine Mutter hatte vor neun Jahren die Idee für die Spielplatzpaten in Mettmann. Das kam so: Als ich klein war, wollte ich einmal eine Rutsche runterrutschen, die aber viel zu schmutzig war. Da hat meine Mutter sich gefragt: Wer macht die eigentlich sauber? An sich ist die Stadt dafür zuständig, die hat die Spielplätze damals aber nicht gut genug gepflegt.

Inzwischen ist das anders, denn wir haben schon einiges erreicht: Die Stadtverwaltung kümmert sich viel mehr – dadurch ist unsere Stadt sauberer und kinderfreundlicher geworden. Darauf bin ich wirklich stolz! Denn für diesen Erfolg habe ich mit den anderen Spielplatzpaten gekämpft, schon seit ich fünf Jahre alt bin!

Auch in der Schule macht das Kümmern riesig Spaß, denn wenn man Spielplatzpate ist, wird man richtig ernst genommen, auch von den Lehrern. Und man gewinnt mit der Zeit immer mehr Mut und Selbstbewusstsein, zum Beispiel, wenn man Spaziergänger ansprechen muss, die ihre Hunde einfach einen Haufen auf den Spielplatz oder die Wiese machen lassen und
den nicht aufsammeln und wegschmeißen. Für den Fall haben wir immer Hundetüten dabei, damit sich niemand herausreden kann.

Ich finde es wichtig, dass sich Kinder für die Sauberkeit ihrer Stadt einsetzen. Schließlich geht es uns auch etwas an! Wir verteidigen unsere Rechte und verhindern, dass es bald total verdreckt ist und keiner mehr draußen spielen will.

GEOlino

So bringt ihr euch ein:

  • ANFANGEN! Schon in der Schule könnt ihr euch engagieren, zum Beispiel als Klassen- oder Schülersprecher. So lernt ihr, eure Meinung zu vertreten, euch für die Interessen eurer Mitschüler einzusetzen und etwas bei Lehrern und dem Direktor durchzusetzen.
     
  • AUSKENNEN! Mit der kostenlosen App stadtsache für Android und iOs lernt ihr eure Umgebung besser kennen. Sie stellt euch Aufgaben; ihr müsst zum Beispiel Fotos und Geräusche hochladen. Dabei entdeckt ihr sicher viel Schönes in eurer Nähe – und einiges, worüber man meckern kann.
     
  • MITMISCHEN! In Deutschland gibt es unzählige Gruppen, Projekte, Parteien und Vereine, in denen ihr euch politisch engagieren könnt. Viele Städte und Gemeinden haben zum Beispiel einen Kinder- und Jugendbeirat. Informiert euch bei der Stadt, in der Schule oder in Jugend- zentren, wie ihr aktiv werden könnt.
     
  • PROJEKT FINDEN! Schaut mal auf der Webseite des Deutschen Kinderhilfswerks vorbei. Dort gibt es eine "Kinderpolitische Landkarte", die zeigt, welche Projekte es in eurer Nähe gibt.
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