Albert Uderzo wurde am 25. April 1927 in der französischen Stadt Fismes geboren. Schon damals lässt sich erahnen, dass Uderzo mit seinen Händen Großes vollbringen wird: Der Junge kommt mit sechs Fingern an jeder Hand zur Welt

Sein Zeichentalent wird schnell entdeckt: Schon mit 14 Jahren wird Albert Uderzo (l.) von einem großen Pariser Verlag engagiert, um für das Jugendmagazin "Junior" zu zeichnen. Gemeinsam mit seinem Kollegen René Goscinny (r.) erfindet der französische Comic-Zeichner 1959 die Figuren Asterix und Obelix und hat damit den großen Durchbruch

Zwei Jahre später bringen die beiden Freunde ihr erstes Asterix und Obelix Comic-Album mit dem Titel "Asterix der Gallier" auf den Markt. "In einer Viertelstunde entwickelten wir fast alle Charaktere", erzählt Albert Uderzo einmal in einem Interview über Asterix und Obelix.

Ein typisches Merkmal der Charaktere: Die Knollennasen. Albert Uderzo erzählt heute: "Ich erinnere mich an ein Zirkusplakat, das einen Clown namens Albert abbildete und das mich faszinierte. Dieser Albert muss mich später unbewusst zu den Knollnasen meiner Gallier inspiriert haben. So sind Asterix und Obelix an meiner Stelle Clowns geworden."

Mittlerweile gibt es 36 Asterix und Obelix Bände und die Geschichten über Asterix wurden in mehr als 110 Sprachen und Dialekte übersetzt. Band 37 "Asterix in Italien" erscheint am 19. Oktober 2017. Mehr als 370 Millionen Asterix-Bände sind weltweit verkauft worden, dazu kommen zwölf Filme

Als am 5. November 1977 René Goscinny völlig unerwartet stirbt, hinterlässt er eine schmerzliche Lücke bei seinem guten Freund Albert Uderzo. Zwei Jahre zieht sich Uderzo zurück und Asterix droht gemeinsam mit Goscinny zu sterben. Doch Uderzo findet seinen Weg zurück und stellt sich der Herausforderung, die Abenteuer des kleinen Galliers allein zu zeichnen, zu schreiben und zu verlegen

Mit 84 Jahren entschließt sich Albert Uderzo schließlich, den Zeichenstifte aus der Hand zu legen. "Er braucht auch ein bisschen Erholung", erklärt er. Doch das Ende für Asterix und Obelix bedeutet dies nicht

Mit der Leidenschaft fürs Zeichnen, die er zum Beruf machte, wirkt Albert Uderzo voller Begeisterung an seinen Figuren weiter. Er arbeitet eng mit den beiden neuen Autoren Jean-Yves Ferri und Conrad Didier zusammen und sagt von sich selbst: "Ich möchte weitermachen, solange es mir möglich ist und solange man meine Geschichten lesen will."

Da können wir nur alles Gute wünschen - mit einem großen Gelage und natürlich einem riesigen Hinkelstein!

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