Paintback Wie aus Hakenkreuzen bunte Bilder werden

Der Berliner Graffiti-Künstler Ibo Omari verwandelt rassistische Schmierereien an Hauswänden in kleine Kunstwerke. Wir zeigen euch einige seiner Bilder im Vorher-Nachher-Vergleich

Eine rote Flagge mit Hakenkreuz, mitten auf einer Spielplatzmauer in Berlin: Diese Schmiererei gefällt Ibo Omari und seinen Freunden überhaupt nicht. Also zücken die Graffiti-Künstler ihre Sprühdosen und verwandeln das Nazi-Symbol in eine Fliege – so harmlos wie einst auch das Hakenkreuz selbst.


Hinweis aus der Redaktion: Bitte nicht wundern! Die Darstellung von Hakenkreuzen ist verboten. Daher sind alle Vorher-Bilder in diesem Artikel mit einem schwarzen Balken versehen.


Ursprünglich hieß es "Swastika" oder "Sonnenrad" und stand für Glück. Im Jahr 1920 übernahmen es dann die Nationalsozialisten, Nazis genannt, als Parteiabzeichen. Weil das Hakenkreuz seitdem für deren menschenverachtende Ansichten steht, ist es heute in Deutschland verboten. Trotzdem gibt es Menschen, die es an Wände und Mauern schmieren.


"Wir wollten ihnen nicht mit Hass antworten, sondern mit etwas Schönem", sagt Ibo Omari. Ihre Kunstaktion haben die Sprayer oft wiederholt, die Ergebnisse sind unter dem Motto "Paint back!" bekannt geworden – "Malt zurück!"

 

Und tatsächlich: Auch in anderen deutschen Städten, in Italien und Spanien machen Menschen nun aus Hakenkreuzen kleine Kunstwerke!

 

Ibo Omari hat sich mit anderen Graffiti-Künstlern und Kindern zusammen Motive ausgedacht, die leicht nachzumalen sind. So können auch Paintback-Fans mitmachen und Nazikreuze in bunte Kunstwerke verwandeln - wenn sie die Genehmigung des jeweiligen Eigentümers bekommen haben.

Video: Making-Of "Paintback"

Mittlerweile werden nicht nur in Berlin die Schmierereien durch bunte Motive ersetzt, sondern auch in Bremen, Kiel und Hamburg werden ähnliche Aktionen gestartet. Im folgenden Video könnt ihr euch ansehen, wie die Künstler in Berlin die Graffiti-Bilder auf die Hauswände sprayen.

Making-Of: Paintback-Künstler bei der Arbeit

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