Weltveränderer Hippokrates

Der griechische Arzt Hippokrates von Kos gilt als Begründer der Medizinwissenschaften und er ist der "Vater der Heilkunde". Lest hier seine Geschichte

Hippokrates von Kos

Lebensdaten: um 460 v. Chr. bis etwa 370 v. Chr

Zitat: "Die Wissenschaft führt zum Wissen, die Einbildung zum Nichtwissen."

Hippokrates begründete die sogenannte Viersäftelehre, wonach die Gesundheit eines Körpers von vier verschiedenen Säften - Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle - abhängt. Wenn alle vier Säfte im Gleichgewicht sind, ist der Mensch gesund.

Hippokrates

Der griechische Arzt Hippokrates von Kos entwarf die so genannte Viersäftelehre. Man nennt ihn deshalb auch den "Vater der Heilkunde"

Wie Hippokrates von Kos lebte

Leider weiß man über das Leben von Hippokrates nicht sehr viel. So wird nur vermutet, dass er 460 vor Christus zur Welt kam und etwa 90 Jahre alt wurde. In den Fußstapfen seines Vaters reiste Hippokrates als wandernder Arzt durch Griechenland und Kleinasien. Mehrere Jahre hielt er sich auf den Inseln Thasos und Kos auf. Er soll verheiratet gewesen sein und zwei Söhne, Drakon und Thessalos, gehabt haben. Sein Grab wurde im 19. Jahrhundert in der griechischen Stadt Larisa entdeckt.

Wie Hippokrates von Kos die Welt veränderte

Ebenso ungenau steht es um die Aufzeichnungen von Hippokrates. Das so genannte Corpus Hippocraticum, also das Sammelwerk all seiner Arbeiten, besteht aus 61 verschiedenen Schriften, von denen aber nicht alle auf ihre Echtheit geprüft werden konnten. Man ordnet sie Hippokrates zu, weil ihr Stil und Dialekt immer dieselben sind.

Hippokrates schrieb zu Lebzeiten zahlreiche Briefe an Ärzte und Mediziner. In Form von Listen gab er ihnen darin Tipps zur Behandlung ihrer Patienten oder der Erstellung einer Diagnose. Die meisten Briefe handelten von seiner größten Entdeckung, der Viersäftelehre. Hippokrates Theorie besagt, dass im menschlichen Körper vier verschiedene Flüssigkeiten hergestellt werden: Blut, Schleim sowie gelbe und schwarze Galle. Wenn ein Mensch krank ist, dann sind laut Hippokrates diese vier Säfte aus dem Gleichgewicht geraten.

In der Antike war es üblich, dass Kranke zu Kräuterfrauen, Zauberern oder Priestern gingen, um sich heilen zu lassen. Hippokrates wird auch "Vater der Medizin" genannt, weil er die erste Ärzteschule in der Geschichte gründete. In Kos bildete er junge Ärzte aus und begann so als erster, die Medizin als eine Wissenschaft zu betrachten. Einige seiner dort herrschenden Regeln gelten noch bis heute für Ärzte. Zum Beispiel die ärztliche Schweigepflicht, also, dass alles Gehörte und Gesehene vom Patienten geheim gehalten werden muss. Hippokrates lehrte aber auch, dass es Ärzten verboten sei, Sterbehilfe zu leisten und chirurgische Eingriffe durchzuführen.

Nach seinem Tod führten viele Wissenschaftler seine Forschungen weiter. Im Zweiten Jahrhundert nach Christus kam es sogar zu einer Hippokrates-Renaissance, einem großen Wiederaufleben seiner Theorien. Heute ist man sicher: Hippokrates Erkenntnisse, die noch hunderte Jahre vor Christus bekannt wurden, retteten bis heute tausenden Menschen das Leben.

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