Gegen die Angst in der Schule - das Buddy-Projekt

Schüler helfen Schülern und mischen sich ein - als Buddy gegen Mobbing, Abziehen und Co.

"Was geht dich das denn an?" Zuerst waren die beiden Mädchen verblüfft, als Patrick sich vor ihnen aufbaute. Seit Wochen hatten sie auf Andy herumgehackt, einem Jungen aus ihrer Klasse, den sie blöd fanden. Und dann stand plötzlich Patrick da und sagte: "He, hört auf damit!"

"Manchmal bringt es was, sich einzumischen", sagt Patrick. Sich einmischen - das macht der Siebtklässler oft. Patrick gehört zur "Buddy-Gruppe" an der Montessori-Hauptschule in Düsseldorf. Dort haben sich Lehrer und Schüler zusammengetan, um Kindern bei Schwierigkeiten zu helfen. Wie ein "Buddy", ein Kumpel eben.

Wenn ein Schüler in Englisch Probleme hat, bekommt er an der Montessori-Schule von besseren Mitschülern Nachhilfe. Die Helfer reden auch mit Schulschwänzern, damit die wieder in den Unterricht kommen. Sie verteidigen Jungen und Mädchen, die auf dem Schulhof angegriffen werden; oder organisieren Rollenspiele, in denen jeder mal den Außenseiter darstellen muss. Viele können sich nämlich gar nicht vorstellen, wie schlimm es ist, dauernd dumm angemacht zu werden. Zwar lassen sich nicht alle Probleme so lösen, aber oft haben die Buddys Erfolg. So wie Patrick. Nachdem er geduldig mit den Mädchen gesprochen hatte, ließen sie Andy in Ruhe.

Mehr Informationen zum Buddy-Projekt bekommt ihr bei der Vodafone Stiftung Deutschland, Am Seestern 1, D-40547 Düsseldorf. Oder im Internet auf der Seite www.buddy-projekt.de/

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