Kinder-Uni: Sprachfamilien auf der Spur

Er spricht fünf Sprachen; sogar auf der Südseeinsel Tonga kann er sich gut unterhalten: Sprachwissenschaftler und GEO-Redakteur Jürgen Broschart ist ein echter Sprachenkenner. Bei der Kinder-Uni in Köln schlüpfte er in die Professorenrolle
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Jürgen Broschart im Gespräch  mit seinen "Studenten"

Fast zu klein war der Hörsaal 18 an der Universität Köln: Mehr als 150 Kinder drängten sich in die Bänke, um bei der Kinder-Uni etwas zum Thema "Wo kommen all' die Sprachen her?" zu erfahren.

Das GEOlino-Heft unter dem Arm

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Zum Stammbaum des Indogermanischen gehören auch Hochdeutsch und Ukrainisch

Viele waren offensichtlich schon vorgebildet - und trugen das GEOlino-Heft unter dem Arm. Dass es bei so viel Bekanntem nicht langweilig wurde, dafür sorgte der Sprachunterricht: "Hallo", "Ni hao?", "Skeno'", "Malo e lelei", "Buenas dias", "Kalimera" und "Merhaba" lautete die Begrüßung auf Deutsch, Chinesisch, Irokesisch, Tonganisch, Spanisch, Griechisch und Türkisch. Und auch bis drei zählen lernten die Kinder in vielen verschiedenen Sprachen. Auf Finnisch (yksi, kaksi, kolme) zum Beispiel, Spanisch (un, dos, tres), Englisch (one, two, three) oder Russisch (odin, dwa, tri).

Gab es eine Ursprache?

Dass dabei das Finnische besonders fremdartig klingt, zeigt, dass diese Sprache zu einer anderen "Sprachfamilie" gehört als die letztgenannten, die man zu den indogermanischen Sprachen zählt. Irgendwann aber einmal gab es wohl nur eine Ursprache, auf die alle verschiedenen Idiome zurückgehen, die sich über Zehntausende von Jahren immer weiter auseinander entwickelt haben.

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