Schokoladen-Spaß hoch drei

Bananen-Schoko-Muffins, selbergemachtes Nutella und Schokofrüchte. Läuft dir auch das Wasser im Mund zusammen, wenn du an solche Schoko-Köstlichkeiten denkst? Wenn ja, dann bist du damit nicht alleine. Jeder von uns verspeist gut 20 Kilogramm Schokolade pro Jahr. In Tafeln wären das ganze 200 Stück.

Schokolade: Schon bei den Maya begehrt

Bereits die Maya und Azteken kannten Schokolade, allerdings nur in flüssiger Form. Sie bauten Kakaobäume an und zerstampften die braunen Kakaobohnen zu Pulver. Mit Wasser verrührt, entstand so der erste Kakao. Der wurde noch ohne Milch und Zucker zubereitet und mit viel Pfeffer gewürzt.

Eine ziemlich bittere Angelegenheit also. Die Maya und Azteken tranken den Kakao auch nicht zum Vergnügen. Er half als Arznei gegen Bauchschmerzen und gab viel Kraft.

Tausche Kakao gegen Truthahn

Und weil der Arznei-Kakaotrunk so wertvoll und gesund war, waren die Kakaobohnen sehr begehrt. Sie wurden sogar als Zahlungsmittel verwendet. Aus alten Aufzeichnungen ist bekannt, dass zum Beispiel ein Truthahn für 200 Kakaobohnen verkauft wurde, während eine Tomate schon für eine Kakaobohne zu haben war.

Vom bitteren Getränk ...

Zu uns nach Europa kam der Kakao erst vor 500 Jahren. Spanische Seefahrer kauften den Azteken Kakaobohnen ab und brachten sie mit nach Hause. In Europa fand das bittere Schoko-Getränk der Azteken keinen großen Anklang. Erst als Zuckerbäcker das Getränk mit Zucker und Milch versüßten, trat der Kakao seinen Siegeszug durch Europa an.

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... zur zartschmelzenden Tafel

Heute trinken wir nicht nur liebend gern Kakao, sondern verspeisen auch feste Schokolade in den unterschiedlichsten Formen. Schokolade wird aus Kakaobohnen hergestellt. Früher wuchsen Kakaobäume nur in Mittel- und Südamerika, heute werden sie auch in Afrika und Asien angebaut. Damit aus den etwas unscheinbaren Früchten des Kakaobaums köstliche Schokolade wird, braucht es Zeit:

Die Arbeiter auf den Kakaoplantagen müssen die Bohnen pflücken, in der Sonne trocknen und dann noch im Ofen rösten. Erst so bekommen sie ihre schöne braune Farbe. In großen Schokoladenfabriken werden die Bohnen dann zu Kakaopulver zermahlen. Unterschiedliche Zutaten wie Milch, Zucker, Fett und Vanille werden darunter gemischt. Und dann muss die Schokomasse ganz lange gerührt werden, damit sie schön zartschmelzend wird.

Manchmal dauert das ganze zwei Tage. Gut, dass das Rühren von riesigen elektrischen Rührgeräten übernommen wird.Danach wird die flüssige Schokolade in ihre Form gegossen: eine Tafel oder ein Nikolaus zum Beispiel. Und für die köstliche Schokolade gibt es so viele Verwendungsmöglichkeiten. Einige verführerische Rezepte haben wir für euch zusammengestellt.

Schokolade protzt mit Energie

Sicher kennt ihr die Ermahnungen eurer Eltern: Iss nicht so viel Schokolade. Die macht dick, davon gehen die Zähne kaputt und Pickel bekommt man von dem Süßkram auch.

Schokolade enthält tatsächlich sehr viel Zucker und Fett. Eine Tafel Schokolade enthält so viel Energie wie ein ganzes Mittagessen. Zu viel von der klebrigen Leckerei kann sich schnell an Bauch und Po bemerkbar machen. Und die 50 Gramm Zucker pro Tafel können den Zähnen ganz schön zusetzen.

Die Menge macht's

Wer jetzt glaubt, sich nie wieder an ein Stückchen Schokolade wagen zu dürfen, darf aufatmen. Dass Schokolade Pickel verursacht, ist nicht erwiesen. Und die Köstlichkeit hat sogar gesunde Bestandteile. Kakao enthält nämlich tolle kleine Stoffe, die richtig gute Eigenschaften haben. Sie heißen Gerbstoffe und verhalten sich in unserem Körper wie eine Schutzpolizei.

Mit Feuereifer machen sie Jagd auf schädliche Angreifer, die nur zu gerne ihr Unwesen in unseren Körpern treiben, die Freien Radikale. Diese Unholde stehen sogar im Verdacht Krebs und schlimme Herzerkrankungen zu verursachen.Trotzdem, auch die gesunden Inhaltsstoffe der Schokolade können all das Fett und den Zucker nicht wettmachen. Ihr solltet also immer darauf achten nicht zu viel davon zu essen. In Verbindung mit einer gesunden Ernährung schadet ein Riegelchen Schokolade hin und wieder jedoch sicher nicht.

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