Warum sieht man den Mond immer von derselben Seite?

Antwort:

Unser Mond ist vor 4,6 Milliarden Jahren wahrscheinlich durch in einem gewaltigen Einschlag entstanden. Ein Himmelskörper, so groß wie der Planet Mars, prallte auf die Erde und schleuderte riesige Mengen Gase und Materie in den Weltraum. Doch ein großer Teil dieser Gesteinswolke blieb von der Schwerkraft der Erde gefangen - und verklumpte schon bald zu einer Kugel: dem Mond.

Der Mond drehte sich ursprünglich viel schneller um seine eigene Achse, als er es jetzt tut. Er wurde abgebremst durch die gewaltigen Anziehungskräfte, die Erde und Mond aufeinander ausüben. Heute dreht sich der Mond in genau derselben Zeit einmal um seine eigene Achse, die er auch für einen Umlauf um die Erde braucht. Darum wendet er der Erde immer die gleiche Seite zu.

Aber der Mond bremst auch die Drehbewegung der viel größeren Erde ab: Dadurch werden die Tage auf der Erde in jedem Jahr um 0,016 Tausendstel Sekunden länger.

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