Wie können Sonnenblumen ihre Köpfe drehen?

Antwort:

Das erinnert fast an einen Zaubertrick, oder? Sonnenblumen haben keine einzige Muskelfaser. Trotzdem drehen sie ihre Köpfe jeden Tag von Osten nach Westen, um der Sonne zu folgen! Wie ist das möglich? Die Pflanzen schaffen das, indem sie raffiniert die Länge ihres Stängels verändern. Nachts wächst dieser an der Westseite am stärksten. Millimeter für Millimeter schiebt er den Kopf dort in die Höhe – bis er nach Osten klappt, wo die Sonne am morgen aufgeht.

Tagsüber ist es umgekehrt: Die westliche Seite der Blume wächst wenig, die östliche stark. Deshalb dreht sich der Kopf nach Westen. Für die Blume lohnt sich das Jonglieren. Forscher haben ausgerechnet, dass sie auf diese Weise knapp zehn bis 15 Prozent mehr Energie aufnehmen kann als Starrköpfe. Allerdings klappt der Schwenktrick nur, bis die Pflanzen ausgewachsen sind. Ausgewachsene Sonnenblumen können die Köpfe nicht mehr drehen und schauen immer nach Osten.

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