Warum fallen Äpfel vom Baum, wenn sie reif sind?

Antwort:

Sind die Äpfel zu schwer, dann fallen sie eben vom Baum. Nein, so einfach ist es nicht. Schließlich liegen auch oft kleinere Äpfel unter einem Baum. Es scheint, als würde sich der Baum selbst dazu entscheiden, seine Äpfel – wenn sie reif sind – abzuwerfen. Und fast so ist es auch:

Pflanzen haben ebenso wie Menschen Hormone, die die Stoffwechselvorgänge steuern. In unreifen Äpfeln wird immerzu ein Hormon namens Auxin hergestellt und über den Stiel zum Baum geleitet. Damit teilt der Apfel dem Baum mit: "Vorsicht, ich bin noch unreif, wirf mich nicht ab." Beginnt der Apfel zu reifen, bildet er ein zweites Hormon: Ethylen. Das Ethylen verhindert dann, dass weiter Auxin gebildet wird und das ist das Signal für den Baum: "Der Apfel ist reif." Zwischen Apfelstiel und Baum bildet sich nun eine kleine Zellschicht aus. Das Ethylen sorgt dafür, dass diese Schicht zersetzt wird – und so fällt der Apfel vom Baum.

Dieser Vorgang kommt übrigens nicht nur bei Apfelbäumen vor. Auch andere Früchte regulieren so, wann sie abfallen. Und wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, dann ist dafür auch das Hormon Ethylen verantwortlich.

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