Wie entsteht Treibsand?

Antwort:

Gruselig! Da spaziert man am Strand entlang – und plötzlich gibt der Boden nach. Man versinkt erst bis zum Knöchel, dann bis zum Knie, dann immer tiefer … Fast überall, wo ein grobkörniger Sandboden mit viel Wasser durchsetzt ist, kann Treibsand entstehen.

Normalerweise besteht zwischen den Sandkörnern eine Haftreibung: Die Körner können nicht wegrutschen; man kann ungefährdet über den Boden gehen. Kritisch wird es, wenn Wasser ins Spiel kommt. Ist nämlich mehr davon vorhanden, als der Sand aufnehmen kann, werden die einzelnen Körner von Wasser umschlossen. Eine eher flüssige Mischung entsteht. Außerdem können sich Hohlräume bilden, die voll Wasser laufen. Da der Sand nun sozusagen auf Wasser "schwimmt", ist kaum noch Reibung vorhanden. Die Körner haben keinen Halt mehr: Der Sand wird bei Belastung beweglich.

Vorsicht also an Flussufern, Stränden oder in Sumpfgebieten. In der Wüste dagegen, wo man das Phänomen am ehesten vermutet, kommt Treibsand nicht vor – es fehlt an Wasser.

GEOlino-Newsletter