Warum gibt es mehr Rechts- als Linkshänder?

Antwort:

Seit alters gelten Linkshänder in fast allen Sprachen, Kulturen und Religionen als linkisch, link. Die rechte Hand hingegen hält man allgemein für rechtens, rechtschaffen. Frühgeschichtliche Steinwerkzeuge zeigen, dass Rechtshänder sie benutzt haben. Anhand eingeschlagener Schädelreste in Kenia datieren Anthropologen den Beginn der hominiden Rechtshändigkeit um mehr als zwei Millionen Jahre zurück. Man vermutet, dass diese Eigenschaft auch genetisch fixiert sein muss: Schätzungsweise 90 Prozent der Weltbevölkerung sind Rechtshänder. Allerdings sind die Vererbungsgesetze rätselhaft. Denn Eltern, die beide linkshändig sind, bringen mehr Rechts- als Linkshänder zur Welt. Und bei eineiigen Zwillingen weisen nur 76 Prozent die gleiche Händigkeit auf. Linkshänder bleiben also für die Forschung auch weiterhin ein ungelöstes Geheimnis.

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