Gemüseanbau in der Antarktis

Bei minus 40 Grad Celsius scheint Gemüseanbau aussichtslos zu sein - oder nicht? Das erste Gewächshaus in der Antarktis versorgt chinesische Forscher in der Great-Wall-Station täglich mit frischem Gemüse!
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Das Gewächshaus versorgt chinesische Wissenschaftler das ganze Jahr über mit frischem Gemüse

Lieferservice per Helikopter

Packeis, das knirschend auf dem eiskalten Wasser treibt, kalte Windböen, die über die Eisberge fegen und eiskalte Temperaturen: Wir befinden uns in der Antarktis, genauer auf dem 62. Grad südlicher Breite. Nichts als Eis und Schnee soweit das Auge reicht.

Nirgendwo auf der Welt ist es kälter als in der Antarktis. Doch nicht nur Robben und Pinguine sind diesen extremen Lebensbedingungen ausgesetzt. Auch einige chinesische Wissenschaftler trotzen in einer Forschungsstation auf der König-Georg-Insel dem kalten Wetter.

Doch wie kommen die Forscher mitten in der Antarktis an etwas zu essen? In der großen Eiswüste gibt es keine Supermärkte und auch anbauen lässt sich bei den eisigen Temperaturen nichts. Besonders an frischem Obst und Gemüse mit vielen Vitaminen mangelt es. Viele Lebensmittel werden darum tiefgekühlt gelagert und aus dem über 1.300 Kilometer weit entfernten Punta Arenas in Chile mit einem Helikopter zur Forschungsstation gebracht. Das kostet viel Zeit und Geld.

Frische Tomaten im ewigen Eis

Das Chinesische Institut für Polarforschung (Polar Research Institute of China) hat sich deshalb etwas Neues einfallen lassen: Wie wäre es mit einem Gewächshaus in der Antarktis, das auch den extremsten Witterungsverhältnissen standhält?

Gesagt, getan. Von Chile aus transportiert ein Schiff das Baumaterial auf die König-Georg-Insel. Allein für diese Fahrt braucht der Frachter mehr als zwei Monate, weil er sich vorsichtig seinen Weg durch Eisschollen und Packeis bahnen muss.

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Tomaten, Gurken, grüner Pfeffer, Salat und Kräuter werden im Gewächshaus angebaut

Ein Gewächshaus mitten in der Antarktis

Doch dann kann der Bau des Gewächshauses losgehen! Nach einigen Wochen harter Arbeit steht endlich ein 50 Quadratmeter großes Gewächshaus auf dem Forschungsgelände, das den Wissenschaftlern jeden Tag frische Tomaten, Gurken, und Salat auf dem Esstisch beschert.

Die Forscher sind begeistert: Tomatensuppe mit frischen Kräutern und dazu ein frischer Gurkensalat stehen von nun an auf dem Speiseplan! Und das mitten in einem Land, das als kälteste und stürmischste Region der Erde gilt. Einzigartig!

Wegen des großen Erfolgs des ersten Gewächshauses in der Antarktis, plant das Chinesische Institut für Polarforschung bereits ein zweites Treibhaus. Dies soll Wissenschaftler auf einer weiteren Forschungsstation, die noch tiefer im Inneren des Eiskontinents liegt, versorgen.

Na, wir wünschen guten Appetit!

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Die Antarktis erstreckt sich auf über 20 Millionen Quadratkilometern

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