Mit einer Kreissäge kürzt Marcus Grausam die Leisten aus Eschenholz auf die richtige Länge. Die umherfliegenden Späne werden abgesaugt und später verbrannt – so heizt er die Werkstatt.

Immer fünf Leisten klebt der gelernte Schreiner mit Leim zusammen…

…und spannt sie anschließend in eine Spezialpresse. Zwei Stunden lang biegt diese die verklebten Leisten in Form – mit der Kraft von zehn Tonnen Gewicht! Danach ist auch der Leim ausgehärtet.

Ab ins Bad: Nachdem er die Kufen farbig gebeizt hat, taucht Marcus Grausam sie in eine Wanne mit Klarlack. Später lackiert er sie ein zweites Mal und hängt sie dann für etwa einen  Monat zum Trocknen auf.

Auf die Verbindung zwischen Sitzbank und Kufen kommen Stossdämpfer aus Gummi. So bleibt der Rodel beweglich und lässt sich mit der richtigen Technik auch lenken.

Die Überzieher aus weichem Schaumstoff befestigt der Handwerker am Ende der Sitzfläche (siehe Foto) und später auch an den Seitenholmen. Damit überstehen die Rodler auch holprige Pisten ohne blaue Flecken. Die Rodel, die Marcus Grausam fertigt, bietet er in fünf Farben an – oder naturbelassen.

Sind alle Einzelteile fertig, steckt und schraubt Marcus Grausam sie zusammen. Etwa 300 Rodelschlitten fertigt er so pro Jahr

Unter jede Kufe schraubt Marcus Grausam eine Stahlschiene. Diese schützt das Holz und lässt den Rodel schneller über Schnee und Eis gleiten.

Fehlt nur noch die Sitzplane aus reißfestem Kunststoff: Der Schreiner spannt sie über die Vorderseite und verschraubt sie.

Mit einem Steil zurrt er die Plane an den Seitenholmen fest. 30 Einzelteile hat Marcus Grausam zu diesem Rodel verbaut. Der kostet etwa 300 Euro.

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