Kinotipp: Tintenherz

Mit ihrem Roman "Tintenherz" eroberte die deutsche Schriftstellerin Cornelia Funke in Windeseile die Bestsellerlisten in über zwanzig Ländern. Nun kommt ihr magisches Werk in die Kinos - als aufwändige Hollywoodproduktion. Mit Trailer!
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Wem ist Mortimer "Mo" Folchart kein Begriff? Die Hauptfigur von "Tintenherz" hat eine besondere Gabe: Er ist eine "Silberzunge". Durch bloßes Vorlesen kann der Buchbinder Figuren aus Büchern zum Leben erwecken. Doch seine Gabe hat einen gefährlichen Haken: Für jede zum Leben erweckte Figur wird eine reale Person in eine Buch-Figur verwandelt. Und nicht nur Gute können aus der Welt der Bücher in die Realität versetzt werden, sondern auch fiese Halunken. Dummerweise bemerkt Mo dies zu spät. Als er eines Abends seiner dreijährigen Tochter Meggie aus dem Buch "Tintenherz" vorliest, verschwindet seine eigene Frau Resa spurlos im Reich der Bücher.

Jahre später ist Mo (Brendan Fraser), der das Vorlesen inzwischen aufgegeben hat, noch immer auf der verzweifelten Suche nach dem verhängnisvollen Buch, in dem seine Frau gefangen ist.

Sein Ziel: Er will Resa durch Vorlesen wieder in die reale Welt zurückbefördern. Doch der Schurke Capricorn vereitelt das Unterfangen und entführt die inzwischen zwölfjährige Meggie (Eliza Hope Bennet). Der Bösewicht, der aus einem mittelalterlichen Buch stammt und dem es der Komfort der modernen Welt mit Heizungen und Autos angetan hat, verlangt von Mo, weitere Fieslinge aus seinem Buch zum Leben zu erwecken. Da bleibt nur eines übrig: Mo sucht die Hilfe einer kunterbunt zusammengewürfelten Truppe von Menschen aus der realen Welt und der Zauberwelt, um dem Bösewicht Capricorn einen Strich durch die Rechnung zu machen, und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa …

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Meggie (Eliza Hope Bennet) und ihr Vater Mo (Brendan Fraser) vermissen Meggies Mutter Resa

"Tintenherz" ist die gelungene Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans. Selbstverständlich musste das Buch für die Verfilmung gekürzt werden, doch das tut dem spannenden Kinoerlebnis keinerlei Abbruch. Der Film handelt von der Faszination des Lesens, von Büchern und der Magie der Worte, von fantastischen Welten, Gut und Böse sowie von Liebe und Zusammenhalt. Die Autorin Cornelia Funke selbst hat den Film als "schnörkellos und wunderbar" bezeichnet. Die großartigen Schauspieler und tollen Bilder lassen in die von den Filmemachern erschaffene Welt eintauchen, in der die Grenze zwischen Realität und Fantasie verwischt.

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