Kinotipp: Date Night

Claire und Phil Foster stecken in der Ehekrise. Um dem langweiligen Alltag in New Jersey zu entfliehen, verbringen sie ihre traditionelle "Date Night" in New York. Dort stürzen sie nach einer Verwechslung in ein turbulentes und gefährliches AbenteuerMit Trailer
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"Date Night"
Fazit

"Date Night"

Eigentlich sind die Fosters eine Musterfamilie: Claire (Tina Fey) und Phil (Steve Carell) sind recht erfolgreich in ihren Berufen und spielen am Abend mit den beiden Kindern Oliver und Charlotte. Nur um ihr Liebesleben ist es nicht so gut bestellt. Zwar gehen sie jede Woche zur traditionellen "Date Night" aus, doch diskutieren die Eheleute dort eher über Termine und Alltagsprobleme, als den gemeinsamen Abend zu genießen.

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Phil beschließt, diesen Zustand zu ändern und führt Claire in ein nobles Restaurant in New York aus. Zum Pech der Fosters ist das aber schon auf Monate im Voraus ausgebucht und sie werden auf die Warteliste gesetzt. Claire möchte schon gehen, doch Phil meldet sich spontan, als ein nicht erschienenes Pärchen aufgerufen wird. Die Fosters heißen jetzt also die "Trippelhorns" – und das hat schwerwiegende Folgen!

Action, Spaß und derbe Sprüche

Regisseur Shawn Levy gilt als der König der Action-Komödie. Seine großen Erfolge „Im Dutzend billiger“ oder „Nachts im Museum“ füllten weltweit die Kinos. Mit „Date Night“ wagt sich Levy ins Gebiet der Gangster-Komödien vor – für ihn völliges Neuland. Als Drehbuchautor konnte Josh Klausner, der u.a. den dritten und vierten Teil der „Shrek“-Serie schrieb, gewonnen werden. Herausgekommen ist eine schnelle und witzige Verwechslungskomödie, die nur in Sachen Wortwitz etwas schwächelt.

Starkomiker Steve Carell („Get Smart“, „Evan Allmächtig“) spielt einmal mehr einen liebenswerten und herzensguten Trottel, der kein Fettnäpfchen auslässt, Tina Fey („30 Rock“) seine nicht minder trottelige Ehefrau. Beide sind absolut glaubwürdig und sorgen mit ihrer komischen Art für eine Menge Lacher. Auch Jimmi Simpson und der Rapper Common, die die beiden korrupten Polizisten spielen, Mark Wahlberg als Sicherheitsexperte Holbrooke Grant und die Oscar-Nominierte Taraji P. Henson als Polizistin machen eine gute Figur. Gegen das Duo Steve Carrell und Tina Fey sehen aber alle anderen Charaktere ziemlich blass aus.

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Das offizielle Filmplakat

Ein großes Manko von „Date Night“ sind die teilweise sehr derben Sprüche. Vor allem die Bösewichte fluchen in fast jedem Satz, was auf der einen Seite irgendwann nervt, auf der anderen Seite die FSK-Freigabe ab 12 Jahren unumgänglich macht. Schade, denn nötig wäre das nicht gewesen. Der leichte Wortwitz, der durch die Gangstersprüche entsteht, wäre durchaus entbehrlich gewesen, der Film bietet auch ohne sie witzige Szenen und tolle Unterhaltung. Ein Highlight ist zum Beispiel eine atemberaubende Verfolgungsjagd durch die Häuserschluchten New Yorks, bei der sich der Wagen der Fosters frontal mit einem Taxi verkeilt hat. Klar, dass bei Steve Carell als Fahrer einiges zu Bruch geht. Am Ende haben die Fosters dann nicht nur ein Abenteuer erlebt, sondern auch noch etwas gelernt.

Fazit

Mit „Date Night“ hat Shawn Levy beinahe alles richtig gemacht. Es ist ein schneller Actionfilm geworden, der vor allem Dank des Dream-Teams Steve Carell und Tina Fey sehr lustig und unterhaltsam ist. Die teilweise relativ unwichtigen Nebenrollen wurden mit hochkarätigen Schauspielern besetzt, die Action reißt mit. Einziger Wermutstropfen: die unnötig derbe Sprache

Date Night – ab 15. April 2010 im Kino, FSK 12

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