Kinotipp: Der fantastische Mr. Fox

Mr. Fox, ein schlauer Fuchs und Hühnerdieb, legt sich mit drei streitbaren Bauern an und bringt dadurch seine Familie und seine Freunde in Gefahr. Mit reichlich Tricks versucht er, seine Liebsten und sein Zuhause zu rettenMit Trailer
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"Der fantastische Mr. Fox"
Fazit

"Der fantastische Mr. Fox"

Der schlaue Fuchs Mr. Fox (gesprochen von Christian Berkel) wird das beschauliche Leben im Kreise seiner Frau (gesprochen von Andrea Sawatzki) und seines Sohnes langsam aber sicher zu langweilig.

Früher war er stets auf Achse, hat einen Hühnerstall nach dem anderen ausgeräumt, doch dann kam der Nachwuchs und alles wurde anders.

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Einen letzten Coup will Mr. Fox noch landen

Als die Familie in die Nähe der drei Bauern Boggis, Bunce und Bean zieht, kommt das wilde Tier in ihm noch einmal zum Vorschein. Mr. Fox beschließt, einen letzten großen Coup zu unternehmen.

Dabei zählt er auf die Hilfe seines Neffen Kristofferson, der ein guter Sportler ist. Sein eigener Sohn ist ihm allerdings zu ungeschickt, als dass er ihn auf seine Raubzüge mitnehmen würde.

Tatsächlich hat Mr. Fox das Klauen noch recht gut drauf. Ein Hof nach dem anderem fällt ihm zum Opfer. Doch hat er nicht damit gerechnet, dass diese zurückschlagen würden. Die Bauern heben mit Hilfe eines Baggers seinen Unterschlupf aus.

Die Belagerung wird auch für alle anderen Tiere im Erdreich zur Gefahr, denn Futter und Wasser werden schnell knapp. Aber Mr. Fox wäre kein schlauer Fuchs, wenn er nicht einen rettenden Plan hätte.

Exzentrische Stop-Motion mit hohem Unterhaltungsfaktor

"Der fantastische Mr. Fox" wurde von Regisseur Wes Anderson in der sehr aufwändigen Stop-Motion-Technik verwirklicht. Dabei werden Modelle der einzelnen Figuren gebastelt und immer wieder fotografiert.

Zwischen zwei Fotos werden die Figuren ein kleines bisschen bewegt, so dass es später, wenn die Bilder schnell hintereinander angespielt werden aussieht, als bewegten sich die Figuren - so ähnlich wie bei einem Daumenkino.

Im Film kommen auf eine Sekunde 25 Bilder. Klar, dass da für einen ganzen Film eine ganze Menge Einzelbilder zusammenkommen. Im Fall des „fantastischen Mr. Fox“ sind es mehr als 125 000 Stück!

Um diesen gewaltigen Aufwand bewältigen zu können, arbeiteten 29 Teams gleichzeitig an dem Film. Einige bastelten die Modelle, andere schneiderten die Kleidung, wieder andere kreierten die Drehorte.

Auch die Produktion des Filmes an sich kostete eine Menge Nerven und Mühe. Bei den chaotischen Aktionen der Rasselbande um Mr. Fox fliegt auch schon einmal etwas in die Luft - da musste dann sogar Rauch mit einfachen Mitteln in die Stop-Motion eingebunden werden.

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Das offizielle Plakat zum Film

Die Originalgeschichte des liebenswerten Fuchses Mr. Fox stammt von dem norwegisch-walisischen Autor Roald Dahl und erschien bereits im Jahr 1970. Mit Dahls Geschichte hat der Film nicht viel mehr als die Figuren gemein.

Wes Anderson und sein Team haben sich eine ganz eigene Geschichte ausgedacht. Nichtsdestotrotz ist diese neue Geschichte nicht weniger unterhaltsam als die Roald Dahls. Gerade für die Zuschauer, die das Buch nicht gelesen haben, wird so der Einstieg etwas erleichtert.

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Bill Murray spricht in der englischen Originalversion den Anwalt von Mr. Fox - Badger

Außerdem konnten so viele kleine, philosophische Konflikte eingebaut werden, die - wie beiläufig - die Geschichte begleiten. Wes Anderson ("The Royal Tenebaums") ist übrigens in Hollywood für seine verschrobene Art und seine große Liebe für Details bekannt. "Der fantasti- sche Mr. Fox" fügt sich in dieses Muster nahtlos ein. Optik und Drehbuch überzeugen auf der ganzen Linie.

Untermalt wird das ganze mit Musik von Alexandre Desplat. Der französische Komponist ist für diesen Soundtrack sogar für den Oscar nominiert worden!

Fazit

"Der fantastische Mr. Fox" ist ein liebenswerter und toll gemachter Film. Hat man sich erst einmal an die ungewohnte Optik der Stop-Motion-Technik gewöhnt und nimmt man es mit der Buchvorlage nicht allzu genau, wird man mit dem schlauen Fuchs und seinen Freunden seinen Spaß haben. Durch die teilweise philosophi- schen Überlegungen, die die Figuren durchmachen, ist der Film auch für Erwachsene zu empfehlen.

Der fantastische Mr. Fox - Ab 13.05.2010 im Kino!

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