Kinotipp: Prince of Persia - Der Sand der Zeit

Pech für den ehrenwerten Prinz Dastan: Man schiebt ihm den Mord an seinem Adoptiv- Vater, König Sharaman, in die Schuhe. Auf der folgenden Flucht muss er sich auch noch mit der zickigen Prinzessin Tamina herumschlagenMit Trailer
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"Prince of Persia"
Fazit

"Prince of Persia"

Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) war nicht immer ein Mitglied der Herrscherfamilie. Erst als Junge wurde er von König Sharaman (Ronald Pickup) adoptiert, weil dieser auf dem Markplatz mitbekam, wie der verwaiste Dastan große Menschlichkeit und Mut bewies.

Seitdem kümmert sich Nizam (Ben Kingsley), der Bruder des Königs, um den Unterricht des Prinzen.

An der Seite seiner Brüder Tus (Richard Coyle) und Garsiv (Toby Kebbell) führt Dastan nun die persische Armee an, die gerade die heilige Stadt Alamut belagert, die angeblich Waffen an die Feinde Persiens verkaufen soll.

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Prinzessin Tamina auf der Flucht

Beim Überfall auf die Stadt fällt Dastan ein geheimnisvoller Dolch in die Hände, über den er bald herausfindet, dass er mit ihm die Zeit für einige Sekunden zurückdrehen kann.

Die Eroberung verläuft erfolgreich und Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) kann in ihren Gemächern festgesetzt werden.

Doch dann wird König Sharaman vergiftet und Dastan als Hauptverdächtiger der Tat beschuldigt. Gemeinsam mit Tamina flieht er aus Alamut, um seine Unschuld zu beweisen und eine Verschwörung aufzudecken, die nichts Geringeres als das Ende der Welt bedeuten könnte...

Magisches Kinoerlebnis

Was dieser Mann anfasst wird zu Gold: Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik") hat einen Riecher für große Kinogeschichten. Diesen beweist er einmal mehr bei "Prince of Persia - Der Sand der Zeit".

In einer brilliant aufgearbeiteten Kulisse ließ er Regisseur Mike Newell ("Harry Potter und der Feuerkelch") die berühmte Computerspielreihe verfilmen. Dabei wurde mit Jake Gyllenhaal ("The Day after Tomorrow") auf einen jungen Schauspieler gesetzt, den man zunächst gar nicht als Actionheld vermuten würde.

Hier aber tritt Gyllenhaal mit wilder Mähne und über Monate antrainierten Muskelpaketen an und überzeugt auch bei den "Prince of Persia"-typischen Akrobatikeinlagen. Diese sind nämlich eines der Markenzeichen der Computerspiele.

Um diesen wichtigen Aspekt möglichst eindrucksvoll in den Film einzubringen, holten Bruckheimer und Newell David Belle, den Erfinder der Trendsportart Parcour ins Boot. Mit seiner Hilfe konnten halsbrecherische Stunts und Sprünge realisiert werden.

Überhaupt wurden keine Kosten und Mühen gescheut: 150 Millionen Dollar hat der Film gekostet. In Marokko entstanden in über 2000 Metern Höhe spektakuläre Kulissen, in denen sich das Filmteam bei über 45 Grad Celsius abmühte. Anzusehen ist ihnen die Anstrengung indes nicht.

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Neben dem Amerikaner Jake Gyllenhaal spielen mit Gemma Arterton („Kampf der Titanen“), Sir Ben Kingsley („Ghandi“) und Alfred Molina („Spider Man 2“) gleich drei Briten in Hauptrollen mit. Und auch sie machen ihre Sache sehr gut.

Gemma Arterton verkörpert Prinzessin Tamina und bringt etwas Persischen Flair in die Beziehung mit dem doch sehr westlich aussehenden Dastan, Sir Ben Kingsley sorgt für etwas Tiefgang und Molina für Humor.

Die Mischung macht regelrecht gute Laune. Kleine Abzüge gibt es für das Drehbuch, denn darin sind keine tiefer gehenden Charakterbeschreibungen vorgesehen. Dadurch können die durchweg sehr guten Schauspieler ihr Potential nur vereinzelt ausspielen.

Diese etwas oberflächliche Betrachtung kommt dafür der Action zugute. „Prince of Persia“ lässt der Zuschauer kaum zu Atem kommen - wie schon bei den Blockbustern der „Fluch der Karibik“ - Reihe ist ein optimales Verhältnis von Humor, Gefühl und Kämpfen gefunden worden. Spätestens beim furiosen Finale werden im kino viele Münder offen stehen bleiben.

Der erste Teil der Computerspiel-Serie kam übrigens schon 1989 auf den Markt. Seither sind 14 Nachfolger für verschiedene Plattformen erschienen. Charakteristisch für die Abenteuer sind immer die spektakulären, artistischen Einlagen des Prinzen, die das Spielprinzip der Serie einzigartig machten.

Fazit

"Prince of Persia - Der Sand der Zeit" ist bildgewaltiges und actionreiches Popcornkino. Das etwas oberflächliche Drehbuch wird von den hervorragenden Schauspielern - allen voran Jake Gyllenhaal in seiner ersten Action-Rolle - wettgemacht. Absolut empfehlenswert.

"Prince of Persia - Der Sand der Zeit" - ab 20. Mai im Kino (FSK: ab 12 Jahren)

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