Kinotipp: Für immer Shrek

Man hats nicht leicht als Familienvater. Das merkt auch Shrek und geht einen zwielichtigen Handel ein, um noch einmal für einen Tag lang wirklich als der Oger, der er ist gefürchtet zu werden. Mit verheerenden Folgen… Mit Trailer
In diesem Artikel
"Für immer Shrek"
Schluss mit Shrek
Fazit

"Für immer Shrek"

Am Anfang machte dem grünhäutigen Oger Shrek (gesprochen von Sascha Hehn) das Familienleben noch Spaß. Zusammen mit seiner Frau Fiona (gesprochen von Esther Schweins) erfreute er sich seiner drei Kinder, signierte Fackeln und Mistgabeln seiner bäuerlichen Fans und feierte mit seinen Freunden Kater (gesprochen von Benno Führmann) und Esel (gesprochen von Dennis Schmidt-Foß) regelmäßig in der heimischen Höhle.

Kinotipp: Für immer Shrek

Das offizielle Filmplakat zu "Street Dance"

Irgendwann jedoch nervt das Babygeschrei, die Touristen, die Shreks Sumpf heimsuchen, und auch mit Fiona läuft es nicht so gut.

Shrek wünscht sich, wieder der wilde Oger zu sein der er war, bevor er Fiona aus dem Drachenturm rettete. Auf der ersten Geburtstagsfeier der drei Kinder reicht es ihm: Nach einem heftigen Streit mit Fiona macht Shrek sich aus dem Staub.

Unterwegs wird er von dem zwielichtigen Geschäftsmann Rumpelstilzchen (gesprochen von Bernhard Hoecker) aufgelesen. Dieser schlägt ihm einen Handel vor: Shrek darf für einen Tag wieder der Oger von früher sein, wo die Menschen ihn noch fürchteten und er wann immer er wollte seine Ruhe haben konnte.

Als Austausch verlangt Giftzwerg Rumpelstilzchen einen Tag aus Shreks Kindheit. Trotz anfänglichem Mißtrauen geht Shrek den Handel ein – und wird prompt in eine andere Realität geschleudert.

Alles scheint so, wie Rumpelstilzchen es versprochen hat: Shrek wird von allen gefürchtet, was er ausgiebig genießt. Dann aber schleichen sich die ersten Zweifel ein: Warum wird Fiona per Steckbrief gesucht? Warum streifen Hexenpatoullien durch den Sumpf?

Shrek schwant Übles und soll damit Recht behalten: Rumpelstilzchen hat mit dem Handel die Macht im Königreich "Weit weit weg" an sich gerissen, Shreks Freunde kennen ihn nicht mehr und auch Fiona hat keine Ahnung, wer er ist. Shrek erkennt seinen Fehler und stürzt sich in den Kampf.

Gelungener Abschluß der Serie

"Für immer Shrek" bietet einige Neuerungen gegenüber den drei Vorgängerfilmen: Zum einen wird der bisherige Bösewicht Prinz Charming vom nicht minder boshaften Rumpelstilzchen abgelöst.

Leider ist diese Figur nicht ganz so ausgefeilt wie der Vorgänger und auch die Synchronisation von Comedian Bernhard Hoecker ist oft überzogen. Auch neu ist der Rattenfänger von Hameln, der als Kopfgeldjäger mit seiner Multifunktionsflöte Oger wie Hexen gleichermaßen zum Tanzen zwingt.

Ansonsten wird ein Schaulaufen aller bekannter Nebencharaktere geboten, die allesamt für das Finale aus der Mottenkiste geholt wurden. Das wird Fans der Serie zwar freuen, bietet dem Film aber nicht wirklich einen Mehrwert. Tadellos können die Hauptfiguren überzeugen.

Shrek, Fiona, Esel und Kater dürfen jeweils ganz neue Charakterzüge zeigen. Besonders Kater, der sonst so kämpferisch und sportlich war, wird mit der neuen, riesigen Körperfülle für eine Menge Lacher sorgen.

Kinotipp: Für immer Shrek

Esel und Kater dürfen - wenn auch mit ein paar neuen Charakterzügen ausgestattet - natürlich nicht fehlen...

Anstatt die bisherige Geschichte von Shrek weiter zu erzählen, haben sich die Macher von Dreamworks den Kniff mit der zweiten Realität ausgedacht. Dadurch sollen die Vorzüge der Figuren und der Charme des ersten "Shrek"-Films noch einmal erreicht werden.

Das funktioniert soweit auch sehr gut – das ein- oder andere, nostalgische Lächeln wird man sich als Fan der Serie nicht verkneifen können, wenn Esel und Shrek sich noch einmal neu kennenlernen müssen.

Kinotipp: Für immer Shrek

Zunächste genießt Shrek, dass wieder alle Angst vor ihm haben

Allerdings hat diese Variante auch Nachteile: Die Freundschaften und vor Allem die Beziehung zu Fiona entwickeln sich durch den Zeitmangel viel zu schnell, was das Finale ein wenig hektisch wirken lässt.

Technisch ist der Film einmal mehr ohne Fehl und Tadel. Die Designer von Dreamworks haben eine vor Details fast überquellende Welt geschaffen, die keine Wünsche offen lässt. Die Variante in 3D bietet den Zuschauern eine angenehme und unaufdringliche Bildtiefe und ist sehr zu empfehlen.

Schluss mit Shrek

"Für immer Shrek" soll der letzte Teil der beliebten Serie sein. Nachdem der grüne Oger 2001 zum ersten mal von den Kinoleinwänden flimmerte gilt er als eine Art Gegenentwurf der Produktionsfirma Dreamworks zu den Figuren des größten Konkurrenten Pixar ("Toy Story", "Oben").

Dreamworks bediente sich bei der Konzeption der Filme an den verschiedensten Genres und zog reichlich Märchenklischees durch den Kakao. Nicht nur das machte den liebenswerten Oger zu einem weltweiten Star. Vor allem die skurrilen Nebenfiguren zeichneten sich für die besonders komischen Szenen aus.

Nach dem nunmehr vierten Teil hat es sich jetzt endgültig "ausgeshrekt". Auch die Konkurrenz beendet dieses Jahr eine Erfolgsserie: Mit "Toy Story 3" geht im Juli auch die Geschichte von Pixars Helden Woody und Buzz Lightyear zu Ende. Dreamworks hat im Duell der Serienfinals aber erst einmal vorgelegt.

Fazit

"Für immer Shrek" überzeugt als Finale der erfolgreichen Serie fast auf ganzer Linie. Leichte Schwächen beim Charakterdesign werden durch den fulminanten Humor mehr als wett gemacht.

Zahllose Anspielungen auf Märchen und andere Filme sowie die geschickt gestaltete Geschichte fesseln über die gesamte Länge des Films. Der Film sieht sowohl in 2D wie auch in 3D fantastisch aus. Nicht nur für die Fans des freundlichen Ogers und seiner Freunde ein Highlight des Kinosommers!

"Für immer Shrek" ab 30. Juni im Kino!

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