Kinotipp: Marmaduke

Marmaduke ist eine riesige dänische Dogge und lebt mit seiner Familie in Kansas. Regelmäßig sorgt er mit seiner tapsigen Art für Trubel. Als die Familie nach Kalifornien umzieht, muss sich Marmaduke in einer neuen Clique zurechtfinden Mit Trailer
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"Marmaduke"
Fazit

"Marmaduke"

Wo Marmaduke (gesprochen von Christian Ulmen) auftaucht, herrscht Chaos. Die verspielte, riesige Dogge der Familie Winslow ist so ungeschickt, dass ihn alle damit aufziehen.

Marmadukes Herrchen Phil (Lee Pace) ist gerade mit der ganzen Familie von Kansas nach Kalifornien gezogen. Er arbeitet in der Hundefutter-Werbebranche und dieser Umzug soll seiner Karriere einen ordentlichen Schubs geben.

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Das offizielle Filmplakat zu "Marmaduke"

Zum Glück ist sein Boss ein großer Hundefreund und stellt in einem Park den vierbeinigen Freunden seiner Mitarbeiter eine große Wiese zur Verfügung, auf der die Hunde sich beschäftigen können, während das Herrchen arbeitet.

Marmaduke wittert seine große Chance, endlich zu den angesagten Jungs und Anführern gehören zu können. Auf der Wiese muss Marmaduke schnell lernen, dass dort eine klare Hackordnung herrscht, die zu beachten ist.

Bei all den verschiedenen Cliquen steht der Neuling erstmal außen vor und darf sich erst einmal nur mit den "Freaks" abgeben – also Außenseitern, die nirgends dazugehören. Marmaduke ist glücklich, als ihn Lucy (gesprochen von Nora Tschirner) und ihre Gang aufnehmen – auch wenn sie nicht besonders hipp sind.

Dann jedoch läuft Marmaduke die bezaubernde Collie-Dame Beverly über den weg und er verliebt sich Hals über Kopf in sie. Eines Tages ergibt sich die Chance für ihn, in der Hackordnung aufzusteigen und Marmaduke greift zu. Fortan spielt er den coolen Überflieger und macht sich damit bei Lucy und den gemeinsamen Freunden ziemlich unbeliebt. Die Freundschaft steht auf dem Spiel.

Hunde und High School

Die Medien nannten "Marmaduke" im Vorfeld wahlweise "tierischen Spaß" oder "platt und abgedroschen". Tatsächlich liegt der Film irgendwo in der Mitte. Wer sich darauf einlässt, sich einen Film, in dem zum größten Teil die vierbeinigen Hauptdarsteller eine Sprechrolle haben und die Gags aus den 90er Jahren stammen könnten, zu sehen, der kann daran durchaus Spaß haben. Allerdings ist die Zielgruppe des Films als sehr jung anzusehen.

Die Witze bedienen sich an allen amerikanischen Cliquen-Klischees und werden auf die tierischen Protagonisten in bester Slapstick-Manier umgesetzt. Das schließt gewisse Albernheiten leider mit ein – und im Falle von "Marmaduke" auch schlecht animierte Gruppentänze, grenzwertige Dialoge und einige Logikfehler im Drehbuch.

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Marmaduke richtet überall Chaos an - sogar in der Badewanne

Im Grunde treffen sich bei "Marmaduke" die beiden gleichermaßen abgedroschenen Genres der Tier- und der Highschoolkomödien. Denn wo sich in Highschoolkomödien menschliche Teenager um Beliebtheit und die Gunst des anderen Geschlechts bemühen, machen das in "Marmaduke" eben Hunde.

Vertreten sind dabei alle Figuren, die die gängigen Klischees vorschreiben: Vom tollpatschigen Protagonisten über den besten Freund, der ein bißchen anders ist (in diesem Fall ist er ein Kater) bis hin zur besten Freundin, mit der es irgendwann zu knistern beginnt. Das ist ziemlich phantasielos und erschwert es, sich für die Geschichte wirklich zu begeistern.

Nichtsdestotrotz wird besonders das jüngere Publikum an "Marmaduke" seinen Spaß haben. Plappende Tiere, ein mehr als tollpatschiger Held und reichlich freche Sprüche sorgen für gute Laune. Bei erwachsenen und jugendlichen Zuschauern wird sich diese aber recht bald verflüchtigen.

Fazit

"Marmaduke" macht grundsätzlich nicht viel falsch, bietet aber auch zu wenig um wirklich begeistern zu können. Flache Dialoge und abgedroschene Klischees können die gute Laune etwas dämpfen.

Vor allem junge Zuschauer, die die amerikanischen High School-Klischees vielleicht noch nicht kennen werden aber ihren Spaß haben.

"Marmaduke" – ab 15. Juli im Kino!

Marmaduke

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