Kinotipp: Kindsköpfe

Fünf alte Freunde und Sportkameraden treffen sich auf der Beerdigung ihres alten Trainers wieder. Beim anschließenden, gemeinsamen Wochenende an dem See, an dem sie frührer spielten, merken sie, dass älter werden nicht bedeutet, erwachsen zu werden Mit Trailer
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"Kindsköpfe"

"Kindsköpfe"

Amerika im Jahr 1978: Die fünf Freunde Lenny (Adam Sandler), Eric (Kevin James), Kurt (Chris Rock), Marcus (David Spade) und Rob (Rob Schneider) gewinnen mit ihrem Trainer (Blake Clark) die regionale Schulmeisterschaft. Hinterher schärft der Coach ihnen ein, das Leben genauso zu geniessen, wie sie dieses Spiel genossen haben.

Kinotipp: Kindsköpfe

30 Jahre später sind die Jungs erwachsen und leben ihre mehr oder minder langweiligen Leben als sie die Nachricht vom Tod des ehemaligen Trainers erreicht. Bei der Beerdigung treffen sie wieder aufeinander. Auf den ersten Blick scheint sich bei allen viel verändert zu haben:

Lenny ist mit der Modedesignerin Roxanne (Salma Hayek) verheiratet und hat drei äußerst verzogene Kinder. Zu kämpfen hat auch Eric mit seiner übergewichtigen Tochter und dem vierjährigen Sohn, der noch immer Muttermilch von Mama Sally (Maria Bello) bekommt. Kurt ist mit Deanne (Maya Rudolph) verheiratet und ärgert sich mit deren Mutter herum, während der dreimal geschiedene Rob mit der 30 Jahre älteren Gloria (Joyce van Patten) verheiratet ist. Nur Marcus ist noch unverheiratet, allerdings auch ein ziemlich schräger Vogel.

Nach der Beerdigung fährt die ganze Gruppe zu einem Ferienhaus am See, in dem sie damals ihre Meisterschaft feierten. Verursacht durch die Einfallslosigkeit ihrer Kinder, die sich einmal ohne Videospiele beschäftigen sollen, erinnern sich die Männer an ihre eigene Jugend. Sie beginnen, den Urlaub und auch ihr Leben in vollen Zügen zu geniessen und die lange eingeschlafenen Beziehungen zu ihren Frauen werden zum Leben erweckt.

Dann jedoch trifft Lenny auf Dickie (Colin Quinn), dem Kapitän der Mannschaft, gegen die sie 1978 die Meisterschaft gewannen. Dickie verlangt eine Revanche und die wieder vereinte Truppe wird noch einmal gefordert.

Das Feel-Good-Movie des Sommers

“Kindsköpfe” ist ein Film zum Wohlfühlen. Die hochkarätige Besetzung ließ zunächst befürchten, dass zu wenig Zeit bleiben könnte, um jeden Charakter herauszustellen. Diese Sorge erweist sich als unbegründet, denn trotz der Menge an Hauptdarstellern hat der Zuschauer am Ende das Gefühl, jeden zu kennen. Und die Besetzung könnte nicht besser gewählt sein: Die Rolle des Lenny ist Adam Sandler („Leg dich nicht mit Zohan an“) auf den Leib geschneidert und auch Kevin James („Hitch“) ist als Eric ursympathisch. Großmaul Chris Rock ist zwar ungewohnt artig, passt aber mit seiner Interpretation des unterdrückten Schwiegersohns prima in die sorgengeplagte Gruppe. Rob Schneider und David Slade sind für den eher derben Humor zuständig. Ergänzt wird die Gruppe durch die passende Frauenclique – ebenfalls sympathisch und überzeugend.

Das besondere an diesem Film ist, dass der Zuschauer teilweise den Eindruck hat, bestimmte Szenen hätten kein Drehbuch gehabt. Es sieht aus, als hätte man die Jungs ins Bild gesetzt und einfach Blödsinn machen lassen. Alle hänseln, witzeln und blödeln drauf los wie in alten Tagen. Das macht Spaß und treibt einem ein Dauergrinsen ins Gesicht. Jedem Hauptdarsteller wird genügend Zeit eingeräumt, um seine ganz eigenen, von der Gruppe losgelösten Lacher einzuheimsen. Komödiantisches Highlight ist aber klar Kevin James, der einmal mehr mit seiner tapsigen und tollpatschigen Art sofort die Herzen des Publikums gewinnt.

Die Geschichte ist ohnehin eher kurz erzählt und spart sich langwierige Wendungen. „Kindsköpfe“ ist gerade heraus – und das ist das Gute am Film. Zum fünften Mal bei einem Adam Sandler-Film führte Dennis Dugan Regie. Es ist praktisch spürbar, wie gut sich Regisseur und Hauptdarsteller verstehen. Diese freundschaftliche Zusammenarbeit und die Lockerheit zwischen allen Beteiligten übertragen sich auf das Publikum und machen den Film zu einem echten Feel Good-Movie.

Kinotipp: Kindsköpfe

Die Kindsköpfe Kurt, Eric, Rob, Marcus und Lenny (v.l.)

Fazit

„Kindsköpfe“ schafft es, dass die Zuschauer sich wohlfühlen. Das liegt vor allem an der großartigen Besetzung. Einige Top-Stars der amerikanischen Komödie dürfen sich vor der Kamera einmal so richtig kindisch austoben – Was will man mehr?

"Kindsköpfe" – ab 05. August 2010 im Kino!

Kinotrailer: Kindsköpfe

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