Kinotipp: Verrückt nach dir

Erin und Garrett verlieben sich Hals über Kopf ineinander, doch leider kommt sie aus San Francisco und er aus New York. Eine Fernbeziehung ist also vorprogrammiert. Keine leichte Aufgabe für zwei frisch Verliebte. Mit Trailer!

Erin (Drew Barrymore) aus San Francisco trifft bei einem Besuch in New York den sympathischen Single Garrett (Justin Long). Sie verstehen sich auf Anhieb und es dauert nicht lange bis sie bis zum Hals in einer Sommerromanze stecken. Erin offenbart daraufhin, dass sie nur sechs Wochen in New York bleiben könne – dann müsse sie in San Francisco ihre Ausbildung beenden. Also beschliessen die beiden, es bei einer Romanze zu belassen und die Gefühle im Zaum zu halten. Immerhin sind die beiden Städte über 4000 Kilometer voneinander entfernt.

Kinotipp: Verrückt nach dir

In den sechs gemeinsamen Wochen entwickelt sich dann aber doch eine tiefere Beziehung und so kommt es, dass Garrett Erin am Flughafen aufhält. Er wolle die Beziehung trotz der großen Distanz nicht aufgeben. Da auch Erin so empfindet, führen die beiden fortan eine Fernbeziehung. Sie müssen sich dazu eine Menge Ratschläge anhören, die meistens wenig hilfreich sind. Garretts Kumpel Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day) haben kein Verständnis für ihn und ziehen ihn damit auf, dass er plötzlich auf seine schlanke Linie achtet und ununterbrochen am Handy hängt.

Auch Erins verheiratete und übervorsichtige Schwester Corrine (Christina Applegate) ist nicht begeistert von der Beziehung. Sowohl sie als auch Box und Dan machen sich vor allem Sorgen um Erin und Garrett, denn beide hatten viel Pech in der Liebe. Und so eine wackelige Fernbeziehung kann ja nicht halten – oder doch?

Unbeschwert und fröhlich

Auch wenn die Geschichte zunächst Glauben macht, dass die große Entfernung zwischen Erin und Garrett vielleicht für Sehnsucht und Traurigkeit sorgen könnte – „Verrückt nach dir“ ist eine herrlich lockere und unbeschwerte Liebeskomödie. Den größten Anteil daran haben Drew Barrymore und Justin Long, die vor einiger Zeit auch privat ein Paar waren und jetzt sehr gut befreundet sind. Man sieht ihnen an, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt, und das macht ihre Charaktere glaubhafter, als das bei anderen Schauspielern der Fall gewesen wäre. Das Drehbuch und die ehemalige Dokumentarfilmerin Nanette Burstein, die die Regie übernahm, ließen dem einmaligen Humor beider Schauspieler reichlich Spielraum. Gerade Barrymore wirkt deutlich gelöster als noch in ihrem letzten Film „Everybody’s Fine“.

Burstein legte auch großen Wert darauf, dass selbst die bierlaunigen Kumpel Garretts ein gewisses Niveau halten und die Ratgeber aus dem Umfeld des Protagonistenpärchens etwas weiter ausgeformt sind, als in Liebeskomödien normalerweise üblich. Damit wurde besonders Christina Appelgate („Eine schrecklich nette Familie“), die sich in den letzten Jahren in immer mehr erfolgreichen Filmen hat präsentieren dürfen, zugespielt. Gekonnt verkörpert sie sowohl die zickige, als auch die warmherzige Seite von Erins Schwester.

Obwohl die Geschichte des Films sich so liest, als hätte man sie unzählige Male schon gelesen, gehört und gesehen, ist „Verrückt nach dir“ ein wenig anders, als man vermuten mag. Es wurde größtenteils auf die kitschigen und schwermütigen Elemente der üblichen Liebesfilme verzichtet und stattdessen großes Gewicht auf den Humor gelegt. Teilweise werden die klassischen Liebesszenen sogar gnadenlos auf die Schippe genommen. Durch das gute Verhältnis der beiden Hauptdarsteller wirkt das ganze dennoch sehr gefühlvoll - aber eben auf eine leichte Art.

Kinotipp: Verrückt nach dir

Fazit

„Verrückt nach dir“ ist eine Liebeskomödie, die mit spritzigem Humor und einer tollen Besetzung überzeugt. Drew Barrymore und Justin Long sind ein Traumpaar und sprühen nur so vor ansteckender, guter Laune. Der Film trifft den richtigen Ton was die Mischung aus Gefühl und Spaß angeht und hat auch einige (meistens lustige) Überraschungen zu bieten.

„Verrückt nach dir“ – ab dem 2. September im Kino! FSK: ab 12 Jahren

Kinotipp: Verrückt nach dir

GEOlino-Newsletter