Kinotipp: Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Als Lila nach einem Jahr in den USA nach Berlin zurückkehrt, verliebt sie sich Hals über Kopf in Chriz – ohne zu wissen, dass der ein gefeierter Rockstar ist. Eine Romanze, die eine Menge Schwierigkeiten bedeutet. Mit Trailer und Gewinnspiel!

Ein Jahr lang war Lila (Anna Fischer) in den USA. Als sie dann nach Berlin zurückkehrt, muss sie sich erst einmal an die vielen Veränderungen gewöhnen: Ihre Mutter (Inka Friedrich), die nach dem Tod von Lilas Vater lange allein war, hat einen neuen Freund (Ben Braun). Lilas eigener Freund hat sich wegen ihrer Abwesenheit schon längst mit einem anderen Mädchen getröstet. Zu allem Überfluss scheint ganz Berlin plötzlich verrückt nach der Band „Berlin Mitte“ zu sein, von der Lila noch nie etwas gehört hat. Besonders ihre kleine Schwester Luzy (Amber Bongard) himmelt den „süßen“ Sänger der Band an.

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Zufällig trifft Lila den attraktiven Chriz (Kostja Ullmann) in einem botanischen Garten – ohne zu wissen, dass eben dieser der gefeierte Frontmann von „Berlin Mitte“ ist. Dennoch fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Auch Chriz geht Lila nicht mehr aus dem Kopf. Er spürt, dass sie ihn nicht nur wegen seiner Berühmtheit mag. Doch darf er aus Sicht seines Managers (Roman Knitzka) keine Beziehung führen. Als Single ist das Teenie-Idol einfach besser zu vermarkten. Wo er auch hingeht wird Chriz von Groupies und Journalisten belagert, und so weiß Lila bald, womit er sein Geld verdient. Damit fangen auch die Probleme an. Denn „Berlin Mitte“ steht kurz vor einer Welttournee, Chriz’ Manager versucht alles, die beiden zu trennen und an Lila nagt die Tatsache, dass Chriz scheinbar zwei Identitäten hat – auf der Bühne der coole Rockstar und daneben der sensible Romantiker. Wird ihre Liebe im harten Showbusiness überleben können?

Besser als der Titel klingt

„Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ – wer nur den Titel liest, bekommt einen völlig falschen Eindruck von diesem durchaus gelungenen Film. Denn was nach oberflächlicher Klamotte klingt, ist eigentlich eine sehr warmherzige und charmante Liebesgeschichte. Regisseur Marc Rothemund hat die Cinderella-Story sehr sensibel und wenig abgedroschen in Szene gesetzt. Die Darsteller liefern durch die Bank eine vorzeigbare Leistung ab. Besonders Anna Fischer, deren Figur den Film maßgeblich trägt, spielt überaus fröhlich und ohne künstlich zu wirken. Ihr Filmpartner Kostja Ullmann harmoniert mit ihr, was die Romanze sehr glaubhaft macht. Zum guten Gesamteindruck der Besetzung zählen auch die Nebenrollen wie Lilas Schwester, die kreischende Girlies herrlich auf die Schippe nimmt. Auch Ben Braun hat als Freund von Lilas Mutter mit seiner trockenen Art einige amüsante Auftritte.

Kostja Ullmann hat die Songs von „Berlin Mitte“ selbst gesungen. Allerdings sind diese, der übertriebenen Begeisterung der Fans im Film zum Trotz, kein bisschen eingängig. Einige Songs werden gleich mehrfach gespielt, haben aber dennoch nicht die Ohrwurmqualität von Liedern anderer Filme des Genres. Dafür wurden Chriz’ Bandkollegen erfrischend entgegen den üblichen Rockstar-Klischees eingesetzt.

Insgesamt ist „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ ein Feel-Good-Movie mit angenehm unkitschigen Romantikeinlagen. Das Auf und Ab der Beziehung von Lila und Chriz gibt der Geschichte die nötige Würze. Die sympathische Besetzung macht den Film zu einem entspannenden, schönen Kinoerlebnis.

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Disney

Fazit

„Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ ist vorbehaltlos zu empfehlen. Nicht zu kitschig, mit einigem Humor versehen und schön inszeniert. Die Geschichte ist sicherlich nicht besonders innovativ, wird aber auf eine Weise erzählt, die auch beim wiederholten Anschauen noch Spaß macht.

„Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ – ab 16. September im Kino

Gewinnspiel "Groupies bleiben nicht zum Frühstück"

Gewonnen haben:

Christiane H. aus Rammsee

Justin S. aus Halle (Saale)

Lea M. aus Herzogenrat

Kino: Groupies bleiben nicht zum Fruehstueck

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