Das Geheimnis des Tells

Eine archäologische Reise in den Orient

Katia und Aaron besuchen ihre Großeltern in Israel. Ein spannendes Land, schließlich leben hier viele verschiedene Bevölkerungsgruppen zusammen. Die Großeltern zeigen den Geschwistern ihre Heimat und erklären, warum es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den arabischen und jüdischen Einwohnern und Religionen kommt. Doch das eigentliche Abenteuer erwartet sie erst noch: Katias und Aarons Großvater war nämlich Archäologe und will den Kindern seinen "Tell" zeigen.

"Tell" bedeutet auf Deutsch so viel wie Schutthügel. "Das sind künstliche Berge, auf denen Menschen über viele tausend Jahre ihre Dörfer und Städte bauten", erklärt der Großvater. Die Reste von verschiedenen alten Siedlungen werden dort von Archäologen, die auf diesem Tell arbeiten, ausgegraben. Katia und Aaron dürfen die Archäologen bei ihrer Arbeit begleiten. Sie lernen, welche Hilfsmittel die Forscher benutzen und was sie bei ihrer spannenden Aufgabe herausfinden. Schließlich haben selbst die "ollen Scherben", die dort vergraben liegen, aufregende Geschichten über ihre Herkunft zu erzählen. Doch wie viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Berufen zusammenarbeiten, um herauszufinden, wozu die alten Scheiben früher einmal gehört haben mögen - das überrascht die beiden Geschwister doch ziemlich. Katia interessiert sich dabei am meisten dafür, wie die Menschen vor Hunderten von Jahren wohl lebten; Aaron möchte lieber mehr über die technischen Geräte erfahren, die jeder Archäologe an der Ausgrabungsstelle benutzt. König, Werkstatt, Arbeiter und Vieh - über all das lernen die Kinder etwas an der Ausgrabungsstätte. Die Mitarbeiter dort führen sie herum und erklären ihnen zum Beispiel, wie eine Familie damals gelebt hat und wie die Aufgaben unter Männern und Frauen verteilt waren. So erfahren Katia und Aaron alles über das Leben vor langer, langer Zeit.

Katia und Aarons Aufenthalt auf dem Tell wird mit vielen tollen Bildern veranschaulicht, die auch alle Einzelheiten der Ausgrabungsstätte erklären. Schwierige Wörter sind im Anhang des Buches noch einmal aufgelistet, so dass ihr sie jederzeit nachschlagen könnt. Dazu gibt es auch noch ein Spiel für drei bis fünf Personen: Das "Scherbenspiel" passt genau zum Buch und enthält einen Spielplan und Spielkarten, die ihr selbst ausschneiden könnt.

"Das Geheimnis des Tells" erklärt ganz anschaulich, wie spannend die Arbeit auf einer Ausgrabungsstelle sein kann und was man dabei alles über das Leben vor vielen hundert Jahren herausfinden kann.

Dieter Vieweger, Claudia Voigt, Friederike Rave:Das Geheimnis des Tells. Eine archäologische Reise in den OrientVerlag Philipp von ZabernCa. 80 Seiten 19,90 Euro

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