Buchtipp: Blitzlichtgewitter

Eigentlich hatte sich Fabian gar nichts dabei gedacht, als er auf "Senden" drückte. Aber nun waren die peinlichen Fotos von seiner Exfreundin unwiderruflich verschickt. An seine Freunde. Erst später wird Fabian klar, was er damit angerichtet hat

Klar, Fabian war sauer auf Becca gewesen, weil sie ihn eiskalt abserviert hatte. Doch gab ihm das alleine das Recht, die Fotos von ihr per MMS an alle seine Freunde zu verschicken? Immerhin waren es heimlich fotografierte und für Becca äußerst peinliche Fotos.

Sein unüberlegter Racheakt bleibt nicht ohne Konsequenzen. Innerhalb kürzester Zeit machen die Bilder die Runde – und alle scheinen zu wissen, wer hinter der Übeltat steckt. Als dann auch noch die Polizei in der Schule auftaucht und ein allgemeines Handyverbot verhängt wird, will auf einmal niemand mehr etwas mit Fabian zu tun haben. Und das Schlimmste: Becca verschwindet spurlos. Fabian kann nicht aufhören, sich Vorwürfe zu machen. Was er jetzt braucht, ist ein Plan – und einen Freund, der ihm beisteht. Doch wem kann Fabian noch trauen?

"Blitzlichtgewitter" ist ein Buch über ein brisantes und aktuelles Thema, das viele Jugendliche betrifft: "Happy-Slapping". So nennt man es, wenn Jugendliche Unschuldige demütigen, verprügeln oder schikanieren und die Szenen mit dem Handy oder einer Kamera aufzeichnen. Die Aufnahmen verbreiten die Täter anschließend im Internet oder über das Handy per Multimedianachricht.

Das Buch zeigt ohne erhobenen Zeigefinger, welche weitreichenden Folgen auch unüberlegter Handy-Unfug haben kann – und was passieren kann, wenn Bilder in die falschen Hände geraten.

ab 14 Jahren

Christian Linker

Blitzlichtgewitter

Dtv Verlag, München

7,95 Euro

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