Bücher: „Trix Solier“ von Sergej Lukianenko

Zauberlehrling voller Fehl und Adel: In Sergej Lukianenkos neuem Fantasy-Abenteuer „Trix Solier“ spuckt ein Herzogsohn große Töne... Mit Leseprobe
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"Trix Solier"

"Trix Solier"

Stolz, verwöhnt und selbstgerecht – dem Herzogssohn „Trix Solier“ wurden viele tadelnswerte Eigenschaften mit in die Wiege gelegt. Doch ein Anschlag auf die Herzogsfamilie bereitet dem sorglosen Dasein des jungen Thronfolgers ein jähes Ende: Als einziger Überlebender treibt Trix Solier allein und mittellos in einem Ruderboot den Fluss entlang. – Und mitten hinein in ein wildes Leben unter Magiern, Rittern, Zwergen und Untoten.

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Die Welt außerhalb der Burgmauern kennt Trix Solier nur aus Büchern und Geschichten. Hunger, Durst und Müdigkeit sind dagegen ganz real. So erscheint es Trix Solier erst einmal als das Beste, sich bei Paclus, einem Zwerg in Ritterrüstung, als Knappe zu verdingen.

Doch schon im ersten hitzigen Gefecht entdeckt der junge Fürstensohn, dass seinen Worten anscheinend stärkere Kräfte innewohnen, als seinen ungelenkten Schwerthieben. Damit versetzt er sich selbst und seine Gegner, einen stotternden Minotaurus und den großen Magier Sauerampfer in blasses Erstaunen.

Kurz entschlossen beendet der Magier die alte Fehde mit Ritter Paclus und nimmt Trix Solier unter seine Fittiche. Zum Zauberlehrling aufgestiegen lernt Trix Solier die Kunst der Suggestion kennen: Seine Zaubersprüche erhalten ihre Wirkung allein, indem sie den Gegenüber in möglichst blumigen Worten von ihrer Kraft überzeugen.

Doch Worte sind schlüpfrig: So zaubert sich Trix Solier zum Beispiel eine verliebte, rauschkrautsüchtige Fee an den Hals. Zusammen mit ihr und ein paar anderen verwegenen Gestalten stürzt er sich schon bald darauf in sein erstes großes Abenteuer: Es gilt die schöne Fürstentochter Tiana aus den Fängen eines dunklen Magiers zu befreien. Und ins Geheim fiebert Trix Solier natürlich einer Gelegenheit entgegen, sich an den Mördern seiner Familie zu rächen...

Fazit

Mit seinem neuen Roman „Trix Solier“ wird der russische Autor Sergej Lukianenko vermutlich viele seiner Fans überraschen: Statt der gewohnten Schwermut erwartet euch ein Fantasyabenteuer voller Wortwitz, schräger Gestalten und satirischer Einschübe. Es scheint fast so, als habe Sergej Lukianenko seine erklärten literarischen Vorbilder Puschkin, Gogol und die Gebrüder Strugatzki gegen Terry Pratchett vertauscht. – Keine schlechte Idee! So werden euch Trix Soliers Heldentaten voller Fehl und Adel bestimmt ein schelmisches Lesevergnügen bereiten!

Sergej Lukianenko: „Trix Solier“, Beltz, ab 11 Jahren, 17,95 Euro

Leseprobe

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