Buchtipp Buchtipp: Erforsche deine Welt

Warum haben wir zwei Augen? Wieso ist eine Batterie, wenn sie leer ist, genauso schwer wie vorher? Und wie entsteht Erdboden? Viele Rätsel gibt uns die Welt auf. Doch mit genauem Hinsehen und kleinen oder größeren Experimenten lässt sich einiges erklären - wie das neue Sachbuch "Erforsche deine Welt" zeigt. GEOlino.de stellt das Buch sowie drei Experimente daraus vor
In diesem Artikel
Erforsche deine Welt
Experiment 1: Erinnerungen bewahren
Experiment 2: Fliegen wie ein Ahornsamen
Experiment 3: Wie funktioniert eine Batterie?

Erforsche deine Welt

Komisch: Eine volle Batterie wiegt genauso viel wie eine leere. Was verändert sich in ihr, wie funktioniert sie nur? Um das zu verstehen, benötigst du nur ein Stück Alufolie, einen Teelöffel aus Metall und deine Zunge. Wie genau das Experiment funktioniert, lest ihr hier.

Elektronen fließen nicht nur bei diesem Experiment sondern auch in einer Batterie: An einem Ort in der Batterie befinden sich nämlich zu viele davon, an einem anderen zu wenig. Verbindet man beide, fließt Strom. Auf chemische Weise wird das Ungleichgewicht ausgeglichen. Wenn das geschafft ist, scheint die Batterie für uns leer. Aber alles ist nach wie vor in der Batterie vorhanden - nur eben an anderen Orten. Daher wiegt die Batterie auch leer genauso viel wie voll.

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Mit einem Stück Alufolie und einem Teelöffel kannst du erforschen, wie eine Batterie funktioniert.

48 Experimente bringen verblüffende Tatsachen ans Licht

Noch viel mehr lässt sich auf ebenso einfache Weise erklären: Beispielsweise wie Erdboden entsteht, wie man Geräusche sichtbar machen kann oder was Pflanzen grün macht. 48 spannende Experimente stellt Buchautorin und Forscherin Anke M. Leitzgen in „Erforsche deine Welt“ vor. Für 24 benötigst du viel Zeit und Forscherausdauer, die anderen 24 lassen sich in wenigen Minuten durchführen - bringen aber genauso verblüffende Tatsachen ans Licht, über die du ganz sicher staunen wirst.

Alle Experimente kannst du gut alleine durchführen und die meisten Forschersachen findest du zu Hause sowie in der Natur. Falls mal etwas fehlt, kannst du es auf jeden Fall besorgen: Das Material kostet fast nie mehr als dein Taschengeld zulässt.
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Kein Blütenblatt liegt fehlerhaft über dem anderen. Wie das funktioniert? Noch haben Forscher das Rätsel nicht geknackt.

Wie man Forscher wird und welche Eigenschaften man dazu braucht, erfährst du im Forscher-ABC. Dabei steht A für Abbilden, R für Rumspinnen und Z für Zweifeln: "Jeder Zweifel kann ein Anstoß sein, um herauszufinden, ob etwas wahr ist - und schon geht's mit dem Forschen los!"

Damit auch ihr gleich losforschen könnt, stellt GEOlino.de euch drei Experimente aus dem Buch vor.

Anke M. Leitzgen / Lisa Rienermann: Erforsche deine Welt. Forschen lernen für Kinder. Beltz & Gelberg, 160 Seiten, 16,95 Euro und ist ab 16. September im Buchhandel erhältlich

Gewinnspiel

Die Gewinner des Gewinnspiels sind ausgelost. Über ein Exemplar des Buchs "Erforsche deine Welt. Forschen lernen für Kinder" können sich freuen:

Bianka G. aus Magedeburg

Max R. aus Krautheim

Janna S. aus Berlin

Experiment 1: Erinnerungen bewahren

Manche Gegenstände kann man einfach nicht auf Dauer behalten: Weil sie verderben, weil sie zu groß sind, weil sie an einem festen Ort gehören oder, oder, oder... Toll wäre es, ein Album von diesen Dingen anzulegen. Unser Vorschlag: mach Druckbilder der Gegenstände und sammele diese!

Was hat das Drucken mit Forschen zu tun? Ganz einfach: Forscher sind immer auch Sammler. Wenn du die Dinge selbst nicht in einer Schatztruhe aufbewahren kannst, wie etwa Fische oder Hände, kannst du zumindest Bilder von ihnen sammeln. Du erfährst mehr über eine Sache, wenn du verschiedene Ausführungen davon hast. Mit deiner Sammlung kannst du herausfinden, was bei einem Gegenständen immer gleich ist, und auch, was sich unterscheidet.

Deine Forschersachen

- Gegenstände, die Du gerne in Erinnerung behalten möchtest. Vorschläge: der selbst

geangelte Fisch, deine Hand, Federn, Muscheln, Blätter,

Blumen ...

- Linol- oder Fingerfarbe

- Seidenpapier

- Zeitung als Unterlage

- ein Teller

- ein Schwamm oder Pinsel

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Diese Dinge benötigst du zum Erinnerungen schaffen

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Streiche dein Sammlerstück gut und gleichmäßig ein

Losforschen!

1. Leg deine Sammlerstücke auf die Zeitung.

2. Drücke einen dicken Klecks Farbe auf den Teller und verteile ihn mit dem Schwämmchen oder dem Pinsel darauf.

3. Jetzt trage die Farbe mit dem Schwamm oder Pinsel gleichmäßig überall auf dein Sammlerstück auf.

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Schau genau hin. Was unterscheidet sich bei den Federn?

4. Leg den Gegenstand anschließend mit der Farb-Seite nach oben auf ein neues Stück Zeitung.

5. Halte den Bogen Seidenpapier an zwei Ecken hoch, lass ihn dann vorsichtig und glatt auf dein eingestrichenes Sammlerstück gleiten.

6. Streich das Papier mit den Händen von der Mitte her zu den Außenseiten.

7. Bist du dir sicher, dass du keine Stelle vergessen hast? Dann ziehe dein Druckbild langsam ab.

Experiment 2: Fliegen wie ein Ahornsamen

Die Samen vom Ahorn und von der Esche drehen sich um sich selbst, wenn sie hinab auf den Erdboden gleiten. Dadurch landen sie ganz sanft. Wissenschaftler schauten sich den Flug haargenau an – bis sie jedes Detail verstanden haben. Nach dem Vorbild dieser Samen bauten sie schließlich Propeller.

Der Gyrocopter, das ist eine Art kleiner Hubschrauber, hat ähnliche Flugeigenschaften wie der Ahornsamen. Und die Samen eines ostasiatischen Kürbisgewächses wurden für den ersten Nurflügler nachgebaut, das ist ein Flugzeug, das nur aus Flügeln besteht.

In diesem Experiment basteln wir uns ein Flugobjekt. Wie das funktioniert, erfährst du hier.

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Das sind deine Forschersachen

Deine Forschersachen:

- Kopierpapier

- Lineal

- Schere

- Stift

- eine Büroklammer

Losforschen!

1. Das Papiermodell, was du an der Seite siehst, musst du Nachmachen. Für die lange Seite messe mit dem Lineal 18 cm aus, für die breite Seite 4,5 cm.

2. Nun zeichne die Linien so ein, wie du sie in der nebenstehenden Abbildung siehst. Dabei ist es wichtig, dass du genau die durchgezogenen Linien und gestrichelten Linien beachtest! Oder du druckst dir einfach die Bastelvorlage, die du unten auf der Seite als PDF findest, aus.
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Übertrage auf dein Papier die Linien genau wie in der Bastelvorlage

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Schneide die gezogenen Linien ein, dann knicke das Papier an den gestrichelten Linien. Nun sieht deine Bastelei so aus.

3. Schneide das ganze Rechteck aus deinem Papierbogen aus. Anschließend schneide die durchgezogenen Linien ein.

4. Falte die Flügel entlang der gestrichelten Linie, sodass sie waagerecht stehen. Dann falte die beiden Außenflächen zur Mitte.

5. Knicke das untere Ende nun nach oben und befestige die Büroklammer. Dadurch wird dein selbstgebauter Hubschrauber unten schwerer. Jetzt bist du mit dem Basteln fertig!

6. Suche dir einen erhöhten Platz aus, wie zum Beispiel die oberste Treppenstufe oder klettere auf einen stabilen Stuhl. Von dort oben lasse deinen Hubschrauber runter fallen. Schaue dir genau an, wie dein Samenmodel fliegt! Was beobachtest du?
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So sieht dein selbstgebastelter Hubschrauber aus: Lass ihn fliegen!

Experiment 3: Wie funktioniert eine Batterie?

Hast du schon einmal bemerkt, dass eine volle Batterie genauso viel wiegt wie eine leere. Wie kann das nur sein? Finde es raus!

Deine Forschersachen:

- ein Stück Alufolie, etwa so breit und so lang wie deine Hand

- einen Teelöffel (aus Metall)

Losforschen!

1. Rolle die Alufolie eng zu einem etwa handlangen Stück zusammen.

2. Nimm sie in die eine Hand, den Löffel in die andere und halte beide an verschiedenen Stellen auf deine Zunge - so dass sie sich nicht berühren.

3. Nun halte die anderen Enden, die nicht auf der Zunge liegen, zusammen.

4. Spürst du einen merkwürdigen Geschmack oder ein leichtes Kribbeln?

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Alufolie und einen Metalllöffel benötigst du für dieses Experiment

Was kitzelt auf der Zunge?

Bei diesem Experiment spürst du elektrische Spannung. Elektronen bewegen sich zwischen Löffel und Alufolie auf deiner Zunge. Merken tust du sie, weil unser Nervensystem elektrisch funktioniert. Elektronen fließen auch in einer Batterie: An einem Ort in der Batterie befinden sich nämlich zu viele Elektronen, an einem anderen zu wenig. Verbindet man beide, fließt Strom. Auf chemische Weise wird das Ungleichgewicht ausgeglichen. Wenn das geschafft ist, scheint die Batterie für uns leer. Aber alles ist nach wie vor in der Batterie vorhanden. Daher wiegt die leere Batterie auch genauso viel wie eine voll aufgeladene.

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Spürst du es Kribbeln?

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