Koalas: Fürsorgliche Mütter

Koalas halten sich hoch oben in den Eukalyptusbäumen auf. Damit den Jungtieren so hoch über dem Erdboben auch ja nichts passiert, tragen die Muttertiere ihre Babys in den ersten sechs Monaten ihres Lebens im Beutel herum. Denn genau wie die Kängurus, sind auch die Koalas Beuteltiere. Bis das Jungtier selbst die frischen Eukalyptusblätter verdauen kann, wird es die ersten Wochen von seiner Mutter versorgt, deren Körper einen, für das Baby gut verdaulichen, nährstoffreichen Schleim produziert.

Seepferdchen: Liebevolle Väter

Bei den Seepferdchen sind es ausschließlich die Väter, die sich nach der Eiablage um die Nachkommen kümmern. Die Weibchen spritzen ihre Eier direkt in die Bruttasche, die die Männchen am Bauch tragen. Für die Seepferdchen-Väter beginnt dann die Arbeit: Sie befruchten die Eier und tragen sie nun wochenlang in dem Beutel umher.

Dort sind die Eier vor Fressfeinden und Pilzen geschützt – im freien Wasser würden sie binnen Minuten zugrunde gehen. Schlüpfen die Jungen schließlich nach einigen Wochen, stößt sie der Vater mit ruckartigen, an eine Geburt erinnernden Körperbewegungen aus. Damit hat er seine Aufgabe erledigt.

Skorpione: Sicher auf Mamas Rücken

Junge Skorpione steigen kurz nach der Geburt auf den Rücken der Mutter. Sie ziehen mit ihr umher, wobei sich die Mutter in dieser Zeit besonders vorsichtig und langsam bewegt. Fällt dennoch ein Junges herunter, nimmt sie es mit ihren Scheren auf und setzt es wieder auf ihren Rücken.

Über ihre Rückenhaut sondert die Skorpion-Mutter eine spezielle Flüssigkeit ab, von der sich ihre Jungen ernähren. Der Nachwuchs wird auch verteidigt – die Mutter ist in dieser Zeit außerordentlich angriffslustig.

Buntbarsche: Kinderstube im Maul

Es gibt Tiere, die ihren Nachkommen noch über die Geburt hinaus Zuflucht im eigenen Körper bieten. Dazu zählen auch die afrikanischen Buntbarsche, bei denen beide Elternteile die Eier ins Maul nehmen und so dafür sorgen, dass ihre Kinder ungestört heranwachsen können.

Durch regelmäßiges Öffnen des Munds führen die Buntbarsch-Eltern der Brut immer wieder frisches Wasser und Sauerstoff zu. Auch nachdem die Jungen aus den Eiern geschlüpft sind, nutzen sie das elterliche Maul noch einige Zeit als Zufluchtsort.

Delfine: Hilfe von Tante und Onkel

Die Delfine einer Gruppe lassen die Mütter mit der Geburt und Jungenaufzucht nicht allein. So versammeln sich die Mitglieder einer Delfingruppe um eine gebärende Mutter und beschützen sie und ihr Junges. Meist unterstützen andere Delfinweibchen die gebärende Mutter sogar bei der Geburt! Danach helfen sie dann dabei, das Junge vorsichtig zur Oberfläche zu stupsen, damit es seinen ersten Atemzug tun kann.

Das Buch zur Fotostrecke

Geschichten wie diese erzählt euch der ausführliche und 320 Seiten starke Bildband "Rätselhafte Natur - Verblüffendes aus der Tier- und Pflanzenwelt". Darin erlebt ihr spannende Expeditionen ins Tierreich und findet Antworten auf Fragen wie "Warum frieren Enten auf dem Eis nicht fest?" oder "Können Pflanzen vielleicht sprechen?"

Erfahrt mehr über die Überlebensstrategien, Tarnungs- und Täuschungsmanöver von Pflanzen und Tieren und entschlüsselt Seite für Seite die Geheimnisse der Natur.

 

  • Titel: Rätselhafte Natur - Verblüffendes aus der Tier- und Pflanzenwelt
  • Autor: Dr. Rainer Köthe
  • Umfang: 320 Seiten, ca. 400 Abbildungen
  • ISBN: 978-3-95416-165-2
  • Verlag: Frederking & Thaler Verlag
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