Was will der Fremde in der Dunkelheit

"Tintenherz" von Cornelia Funke

Meggie liest gern im Bett. Als sie eines regnerischen Abends gerade damit anfangen will, bemerkt sie in der Dunkelheit einen Schatten. Der Fremde mit dem merkwürdigen Namen Staubfinger besucht Meggies Vater. Doch warum nennt er ihn Zauberzunge? Was haben die beiden hinter verschlossener Tür zu munkeln? Und wer ist jener Capricorn, vor dem Staubfinger warnt? Gleich bei den ersten Zeilen von "Tintenherz" sträuben sich einem die Nackenhaare. Eine Ahnung von Schrecken macht sich breit, je länger man liest. Beruhigt weglegen kann man das Buch erst nach den fast 600 Seiten. Doch kein Wort darüber, was im Einzelnen geschieht. Wäre ja schade. "Tintenherz" ist ein einzigartiger Roman. Die Handlung spielt in unserer Gegenwart, manche Dinge wirken aber wie aus einer Fantasy-Story. Die Hauptfiguren sind leidenschaftliche Büchernarren; was sie jedoch erleben, wirkt keineswegs papieren, sondern ist so abenteuerlich und mitunter gruselig wie ein Krimi. Eine Art Zauber ist ebenfalls im Spiel, wenn auch von anderer Sorte als bei Harry Potter und seinen vielen Nachahmern. Kurz: lesen!

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Cornelia Funke:

Tintenherz Dressler Verlag 576 Seiten, 19,90 Euro

(ab 10 Jahren)

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