Diamanten Beruf: Edelsteinschleifer

GEOlino-Redakteurin Verena Linde ließ sich erklären, wie ein Edelsteinschleifer Steine zum Funkeln bringt. Hier könnt ihr dem Profi über die Schulter schauen. Mit Video!

Sie sind einer der bekanntesten Steinschleifer im deutschen Edelsteinzentrum Idar-Oberstein. Worauf kommt es in Ihrem Beruf an?

Ein Steinschleifer muss sehr viel Feingefühl in den Händen haben, Geduld, Liebe und Respekt vor den Steinen. Die Augen nützen einem bei der Arbeit eher wenig. Dafür ist der Stein meist viel zu winzig. Hilfreich ist außerdem ein gutes Gehör.

Hier könnt ihr Bernd Cullmann bei der Arbeit zusehen (Videolänge 3:25 min)

Weshalb muss man gut hören können?

Normalerweise ertönt beim Schleifen nur ein gleichmäßiges Brummen. Treffe ich jedoch aus Versehen auf eine Kante, ertönt ein kratzendes Geräusch. Wie ein Alarm.

Können Sie in ein paar Sätzen erklären, wie Sie einen Stein schleifen?

Zuerst muss ich mir überlegen, welche Form zu dem Stein passt, also wie viele Facetten ich schleifen will. Dann klebe ich den Edelstein auf ein Stöckchen, damit ich ihn greifen kann. Damit halte ich ihn dann auf eine Kupferscheibe, die mit Diamantpulver beschichtet ist und mit Wasser gekühlt wird.

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrem Beruf?

Vor allem ein Moment: Wenn der Stein fertig ist und in meinen Händen funkelt, bin ich der Erste, der das Ergebnis der Verwandlung bewundern darf.

GEOlino-Newsletter