Basteltipp Sandburgen für Profis

Jeder kann Sandburgen bauen. Doch mit ein paar Experten-Tricks geht's noch einfacher und euer Sandkunstwerk hält länger. Wir haben sie für euch getestet. Unsere Empfehlung: unbedingt selbst ausprobieren!
In diesem Artikel
Schritt 1: Fundament
Schritt 2: Grundmauern
Schritt 3: Stockwerke

Ihr braucht für eure Profi-Sandburg:

  • einen Mörteleimer und eine Maurerwanne (etwa 60 mal 30 mal 40 Zentimeter groß), aus
  • denen ihr die Böden heraustrennt
  • ein Kunststoffrohr (etwa 10 Zentimeter Durchmesser)
  • einen Spaten
  • zwei weitere Eimer
  • ein Tapetenmesser
  • eine Sprühflasche (siehe Kasten)
  • einen Trichter
  • ein Messer
  • einen Spachtel
  • und ein paar helfende Hände

Schritt 1: Fundament

Wie jedes Bauwerk braucht auch eure Burg ein ebenes Fundament: Schichtet einen kleinen Sandhügel auf und übergießt diesen mit Wasser. Klopft mit dem Spaten und euren Händen nun so lange und fest darauf herum, dass sich ein ebenes, vielleicht zehn Zentimeter hohes Podest formt, auf dem ihr die Burg bauen könnt.

So vermeidet ihr Anfängerfehler:

In der prallen Sonne trocknet der Sand schnell aus – euer Bauwerk bröckelt und bricht. Eine wassergefüllte Sprühflasche wirkt da Wunder! Zu viel Wasser ist aber auch nicht gut: Unsere Burg stand sehr nah am Elbufer. Sie wäre ein paar Mal beinahe von den Bugwellen vorbeifahrender Containerschiffe weggespült worden. Später hat sie dann die Flut geholt..

Schritt 2: Grundmauern

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Nun geht es an die Grundmauern: Stellt die bodenlose Wanne verkehrt herum auf das Fundament. Holt mit den Eimern Sand und Wasser heran und füllt beides abwechselnd in die Form. Zwischendurch klopft und stampft ihr so lange auf dem feuchten Sand herum, bis dieser sich betonhart anfühlt. Wiederholt diese Schritte – einfüllen, wässern, klopfen –, bis die Wanne voll ist.

Schritt 3: Stockwerke

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Die nächsten Stockwerke baut ihr auf gleiche Weise: Platziert den Mörteleimer "kopfüber" mittig auf dem Sandsockel – füllt Sand ein, wässert und klopft. Mit dem Rohr baut ihr nun den Turm. Füllt aber höchstens eine 15 Zentimeter hohe Sandschicht ins Rohr, sonst stürzt der Turm schon beim Lösen der Form ein. Überhaupt solltet ihr mit dem Lösen zehn Minuten warten, so kann das überschüssige Wasser nach unten absickern. Zieht dann die Plastikformen vorsichtig nach oben ab und begradigt die Oberseiten der Ebenen mit dem Spachtel.

Schritt 4: Spitze

Soll der Bau noch ein spitzes Dach bekommen? Bitte schön: Nehmt tropfend nassen Sand zwischen beide Hände und häuft ihn auf den obersten Turm. Diesen Haufen formt ihr mit dem Trichter zu einer schönen Spitze. Ab jetzt solltet ihr übrigens die Burg von oben nach unten bearbeiten, sonst verschüttet Sand vom Dach eure Arbeiten im Erdgeschoss.

Schritt 5: Zinnen

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Um Zinnen zu fertigen, formt ihr – wie in Schritt 1 erklärt – einen Haufen feuchten Sand zu einem Podest. Schneidet dann aus diesem Block mit dem Spachtel kleine Rechtecke und stellt sie vorsichtig auf den Turmrand. Jetzt ist auch der Moment, um noch Nebengebäude hinzuzufügen. Die klatscht ihr erst mal ganz grob aus triefendem Sand an den Hauptturm und bringt sie dann mithilfe des Spachtels in Form.

Schritt 6: Fenster und Türen

Damit sind wir schon beim Feinschliff: Mit dem Tapetenmesser könnt ihr den runden zu einem achteckigen Turm schneiden, Fugen in die Mauern ritzen und schließlich – am besten mit dem Messer – vorsichtig Fenster und Türen in die Außenmauern einfügen.

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Schritt 7: Eingang

Fehlt nur noch der Eingang! Schichtet einen Haufen feuchten Sand vor das unterste Geschoss. Glättet mit dem Tapetenmesser zunächst den oberen Treppenabsatz und schneidet darunter eine schräge Rampe. An deren oberem Ende schneidet ihr etwa zwei Zentimeter senkrecht in den Sand; setzt das Messer dann zwei Zentimeter weiter unten an und schneidet waagerecht ein. Hebt das entstandene Sandstück heraus. So entsteht Stufe für Stufe eine Treppe.

Schritt 8: Dekoration

Fast die halbe GEOlino-Redaktion hat bei den Bauarbeiten mitgeholfen – und danach auch noch angefangen, die Umgebung der Burg zu gestalten: Formt dazu in den Händen Bälle aus Sandmatsch und legt sie gleich einer Hügellandschaft um die Burg. Wer mag, kann sein Sandkunstwerk auch noch mit Strandgut verzieren. Pflanzt Zweige, pflastert mit Muscheln den Weg zur Burg. Ihr werdet dort sicher schon bald viele neugierige Besucher empfangen!

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