Strom Experimente mit Strom

Strom aus Obst oder fliegende Pfefferkörner - hier zeigen wir euch, was ihr mit Elektrizität so alles anstellen könnt

Die Zitronenbatterie

Kaum zu glauben: In den kleinen Früchtchen stecken nicht nur Vitamine - ihr könnt mit ihnen auch Strom erzeugen! Dazu müsst ihr nur zwei unterschiedliche Metalle, etwa Kupfer und Eisen, in eine Zitrone stecken.

Sie dienen als sogenannte Elektroden, das heißt als Plus- und Minuspol. Verbindet ihr die beiden miteinander, wird im Inneren der sauren Frucht ein chemischer Prozess in Gang gesetzt:

Weil Eisenatome ihre Elektronen weniger fest an sich binden als Kupferatome, gibt das Eisen Elektronen an das Kupfer ab. Und dieser Elektronenfluss ist nichts anderes als - Strom. Das Geheimnis unserer gelben Batterie: Der Zitronensaft mit seiner Säure wirkt als Elektrolyt - so heißen Flüssigkeiten, die Strom leiten können. Die Säure wirkt in unserem Experiment wie ein "Treibstoff"; sobald sie verbraucht ist, fließt in der Frucht nichts mehr...

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Ihr braucht für den Bau einer Zitronenbatterie:

  • 1 Zitrone
  • 1 Eisennagel
  • 1 Büroklammer
  • 2 kurze Drahtstücke
  • 1 Kopfhörer

Schritt 1:

Steckt in ein Ende der Zitrone den Nagel, in das andere die Büroklammer - das sind eure Elektroden.

Schritt 2:

Befestigt jeweils ein Stück Draht an diesen Elektroden. Wenn ihr nun die beiden freien Drahtenden miteinander verbindet, schließt sich der Kreis: Es fließt Strom.

Schritt 3:

Diesen Stromfluss könnt ihr sogar hören. Ihr müsst nur den Kopfhörer aufsetzen und die Drahtenden an jeweils einen Pol des Steckers halten, statt sie miteinander zu verbinden. Dann knistert es laut und vernehmlich im Ohr!

Anschließend könnt ihr eure Elektroden auch mal in andere Obst- oder Gemüsesorten stecken, zum Beispiel Apfelsinen, Trauben oder Kartoffeln - und hören, wo es am besten knackt...

Der Gewürztrenner

Das Mittagessen schmeckt mal wieder nicht, das Taschengeld ist auch ausgegangen. Das ist der richtige Augenblick, um mit einer kleinen Wette vom Mahl abzulenken und dabei noch die Kasse aufzubessern: Bittet jemanden, ein Häufchen Pfeffer und Salz auf einem Teller zu vermischen.

Wettet dann mit ihm, ihr könntet die beiden "Gewürze" wieder voneinander trennen. Auch wenn es keiner glaubt, es funktioniert garantiert - mithilfe elektrostatischer Aufladung!

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Ihr braucht für den Gewürztrenner:

  • 1 Plastiklöffel
  • 1 Wolltuch/-pullover
  • gemahlenen Pfeffer und Salz
  • 1 Teller

Schritt 1:

Schüttet ein wenig Pfeffer und Salz auf einen Teller und vermengt sie ordentlich miteinander.

Schritt 2:

Dann müsst ihr den Löffel einige Male kräftig an dem Wollgewebe reiben und knapp über Pfeffer und Salz halten. Durch die Reibung habt ihr den Löffel elektrostatisch aufgeladen. Dazu müsst ihr wissen, dass jeder Körper normalerweise eine ausgeglichene Ladung besitzt: Die Atome, aus denen der Löffel besteht, besitzen genau so viele positive wie negative Ladungen.

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Durch die innige Berührung, die beim Reiben an der Wolle entsteht, nehmen sie nun aber zusätzliche positive oder negative Ladung auf - Fachleute sprechen hier von Berührungselektrizität.

Der Löffel wird dadurch zu einer Art Magnet: Er kann die Gewürzmischung anziehen. Und weil die feinen Pfefferkörnchen nun mal leichter sind als die schwereren Salzkristalle, heben sie zuerst ab.

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