Sommerspaß zum Selberbauen

Ferien an der See sind schön: Eine sanfte Brise weht euch ins Gesicht, die Sonne scheint euch auf den Bauch, und in den Wellen findet ihr Abkühlung. Dass in Sonne, Wind und Meer aber noch mehr steckt - das zeigen euch unsere Basteltipps. Übrigens: Wer Urlaub in den Bergen macht, braucht nicht traurig zu sein - auch dort kann man mit unseren Ideen viel Spaß haben
In diesem Artikel
Windrad
Sonnenuhr
Aquaskop

Windrad

Windige Angelegenheit? Mit diesem Vielflügler schindet ihr an jedem Strand Eindruck. Ein weiterer Vorteil: Baut ihr das Windrad direkt bei euren Sachen auf, findet ihr sie auch noch im dichtesten Getümmel der Hochsaison wieder

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Ihr braucht: 7 DIN A4 Bögen festen Karton, 4 Rundhölzer (1 Meter lang, 1 cm Durchmesser), 3 Styroporkugeln (6 cm Durchmesser), Paketschnur, Alufolie, Klebstoff (für Styropor geeignet), Säge, Schraubenzieher

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Als erstes nehmt ihr drei der Rundhölzer und zersägt sie in jeweils vier 25 Zentimeter lange Teile.

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Mit einem Schraubenzieher bohrt ihr dann fünf Löcher in die Styroporkugeln - wie auf dem Bild: Die senkrechte Bohrung führt einmal durch die Kugel durch; sie soll am Ende so groß sein, dass sich ein Rundholz darin leicht drehen lässt; die vier Löcher an den Seiten sollen etwa zwei Zentimeter tief sein und so eng, dass ein Rundholz gerade eben hineinpasst. Übrigens: Wenn ihr den Schraubenzieher vorher heiß macht, etwa über einer Kerzenflamme, geht es einfacher.

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Jetzt bereitet ihr die Flügel des Windrades vor: Halbiert sechs Kartonbögen der Länge nach. Diese zwölf Pappflügel beklebt ihr dann von beiden Seiten mit Alufolie. Dadurch wird das Windrad wetterfester. Außerdem blitzt und spiegelt es, wenn es sich dreht und die Sonne darauf fällt.

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Klebt die Kartonstücke nun an die Halterungen, also die kurzen Rundhölzer, und zwar so, dass diese etwa fünf Zentimeter über den Papprand hinausragen.

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Steckt nun die Flügel in die seitlichen Bohrungen der Kugeln und klebt sie fest. Die Pappen sollen dabei leicht schräg stehen - wie auf dem Bild.

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Schließlich montiert ihr die einzelnen Räder an die verbliebene Stange, das vierte Rundholz. Dazu schneidet ihr sechs kleine Quadrate aus dem restlichen Karton aus und durchbohrt sie jeweils in der Mitte. Jedes der Räder wird oben und unten von so einem Pappkameraden gehalten. Damit die Kartonstücke selbst nicht verrutschen, umwickelt ihr die lange Stange an den entsprechenden Stellen (siehe Bild) mit Paketschnur und klebt diese fest.

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Jetzt müsst ihr eure Konstruktion nur noch an einem windigen Ort aufstellen. Und wenn die Ferien vorüber sind, gibt das Windrad immer noch eine gute Vogelscheuche ab...

Sonnenuhr

Stellt euch vor, ihr geht schwimmen. Und eure schicke neue Armbanduhr ist nicht wasserdicht - Totalschaden! Halb so schlimm: Mit unserer Sonnenuhr seid ihr immer am Puls der Zeit. Bis es dunkel wird...

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Ihr braucht: 3 DIN A4 Bögen sehr festen Karton, Lineal, ein großes Geodreieck (längste Seite 22 cm), Cutter, Stift, Zirkel, Klebeband, Kompass

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Schneidet aus einem Bogen Karton ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 20 Zentimetern. Zeichnet darauf mit dem Zirkel einen Kreis mit demselben Durchmesser.

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Unterteilt den Kreis mithilfe des Geodreiecks in 24 gleich große "Tortenstücke". Jedes von ihnen soll einen Winkel von 15 Grad haben. Mit einem Stift beschriftet ihr nun dieses Zifferblatt - so wie auf der Zeichnung.

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Damit eure Uhr richtig geht, muss eine Kante des so genannten Schattenwerfers parallel zur Erdachse stehen. Ihr könnt dieses Schatten spendende Dreieck daher nur richtig zuschneiden, wenn ihr wisst, auf welchem Brei-tengrad der Ort liegt, an dem ihr euren Zeitmesser aufstellen wollt. Das findet ihr heraus, indem ihr in einen Atlas oder auf eine Landkarte schaut: Köln liegt zum Beispiel ungefähr auf dem 51. Breitengrad nördlicher Breite, Ibiza auf dem 39.

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Diese Gradzahl ist einer

der Winkel des Dreiecks. Zeichnet auf einem zweiten Pappbogen eine Linie, die in diesem Winkel (in der Zeichnung: B) vom Blattrand wegführt. Von dieser Linie soll nun im rechten Winkel eine zweite zu demselben Blattrand zurückführen. Dieser Strich muss genau zehn Zentimeter lang sein. Schiebt das Geodreieck auf der ersten Linie entlang, bis ihr den Punkt gefunden habt, an dem die zweite beginnen muss.

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Dort, wo diese Linie auf den Blattrand trifft, ist die zweite Ecke des Dreiecks. Von hier zeichnet ihr eine dritte Linie senkrecht nach oben. Wo sie und die erste Linie zusammentreffen, bilden sie die dritte Ecke: Das Dreieck ist fertig; ihr könnt es mit dem Cutter ausschneiden.

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Dann schlitzt ihr an der Zwölf- Uhr-Markierung das Zifferblatt fünf Zentimeter lang auf. Einen ebenso langen Schlitz schneidet ihr in das Dreieck, und zwar entlang der zehn Zentimeter langen Linie, die ihr als zweite angezeichnet habt. Jetzt könnt ihr die beiden Teile zusammenstecken.

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Aus der dritten Pappe schneidet ihr ein Recht- eck mit 20 mal 25 Zentimetern Seitenlänge aus. Zeichnet darauf Linien wie auf dem Bild unten. Stellt die Sonnenuhr auf diese Bodenplatte ? sodass Zifferblatt und Schattenwerfer genau auf den Linien stehen. Fügt alle Teile mit Klebeband zusammen.

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Um die Zeit abzulesen, muss der Pfeil auf der Bodenplatte genau nach Norden zeigen (hier kommt der Kompass zum Einsatz). An dem Schatten, den das Dreieck auf das Zifferblatt wirft, könnt ihr dann die so genannte "Sonnen-" oder "wahre Ortszeit" ablesen. Wundert euch nicht, wenn diese immer etwas von der Uhrzeit abweicht, die euer Reisewecker anzeigt. Der stellt nämlich die "Zonenzeit" dar. In fast ganz Europa gilt beispielsweise die Mitteleuropäische Zeit (MEZ): Wenn es in Budapest Mittag ist, schlägt's auch in Madrid zwölf - obwohl Spaniens Hauptstadt rund 2400 Kilometer weiter westlich liegt und die Sonne dort ihren höchsten Stand erst rund anderthalb Stunden später erreicht.

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Aquaskop

Kennt ihr das auch? Ihr schwimmt im Meer - und könnt nur ahnen, was sich in der Tiefe unter euch abspielt, welches Getier dort herumkrebst, welche Pflanzen dort wuchern. Mit unserem »Aquaskop« - von Lateinisch »aqua« (Wasser) und Griechisch »skopein« (schauen) - habt ihr den totalen Durchblick!

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Ihr braucht: ein Stück Kunststoffrohr aus dem Baumarkt (etwa 30 cm lang, 10 cm Durchmesser), Frischhaltefolie, Gummiband, Bindfaden, wasserfeste Farben in Blau- und Grüntönen, Pinsel, Schere, feines Schleifpapier

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Als erstes rauht ihr das Rohr mit dem Schleifpapier von außen leicht an und bemalt es dann so, dass es im Wasser gut getarnt ist - damit ihr die Fische nicht verschreckt.

(Zugegeben: Die Tarnung funktioniert nicht wirklich. Aber so sieht euer Aquaskop einfach besser aus...)

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Wenn die Farbe getrocknet ist, nehmt ihr ein Stück Frischhaltefolie und spannt es mit dem Gummiband über eine Öffnung des Rohres. Dann umwickelt ihr den Rand mit Bindfaden und knotet ihn so fest ihr könnt. Den Gummiring nehmt ihr danach wieder ab ? der Bindfaden übernimmt nun die Aufgabe, die Folie straff gespannt zu halten. Mit der Schere schneidet ihr die überstehende Folie ab. Aber nur soweit, dass ihr sie noch nachspannen könnt, wenn sie über der Öffnung Falten wirft und die Sicht trübt.

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Und nun Marsch ins Wasser. Wenn ihr das Rohr mit dem verschlossenen Ende eintaucht, könnt ihr jede Kleinigkeit unter der Wasseroberfläche er- kennen, die vorher nur verschwommen und verzerrt erschien.

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